Ferrari wird seinen treuen Kunden die Elektrifizierung nicht aufzwingen. In einer Welt, in der der Übergang zu Elektrofahrzeugen oft mit Einschränkungen verbunden ist, tritt die Marke aus Maranello selbstbewusst auf. Ihr CEO, Benedetto Vigna, kündigt an, dass die Sondermodelle ohne den Kauf eines Elektrofahrzeugs erhältlich bleiben. Eine mutige Entscheidung, die das Herz der Enthusiasten erfreuen könnte.
Eine klare Strategie: keine Kompromisse für die Enthusiasten
In einer kürzlichen Telefonkonferenz äußerte Benedetto Vigna das Vertrauen von Ferrari in den Verkauf seines ersten Elektrofahrzeugs, der Luce, die bereits vor der Eröffnung der Vorbestellungen auf großes Interesse stößt. „Wir werden niemals einen Kunden zwingen, sagen wir, eine 849 Testarossa oder wie auch immer das nächste Auto heißen mag, zu kaufen, indem wir ihm den Kauf eines Elektrofahrzeugs aufzwingen“, präzisierte er. Eine Aussage, die wie ein Versprechen an die leidenschaftlichen Bewunderer der Marke klingt und daran erinnert, dass es ein monumentaler Fehler wäre, einen Kauf zu erzwingen.
Die Luce: eine Hommage an die Vergangenheit
Die Luce, die bei einer besonderen Veranstaltung in Rom am 25. Mai enthüllt wird, ist nicht nur ein einfaches Elektrofahrzeug. Dieses Datum ist nicht zufällig: Es erinnert an die Ferrari 125 S, das erste Auto der Marke, das am 25. Mai 1947 den Grand Prix von Rom gewann. Ein historischer Seitenblick, der die Identität der Marke stärkt und gleichzeitig in eine neue Ära einführt.

Auf zu einer elektrisierenden Zukunft, aber nicht nur
Während Ferrari mit der Luce in die Elektrifizierung einsteigt, verliert die Marke ihre Wurzeln nicht aus den Augen. Vigna enthüllte, dass nach der Weltpremiere der Luce vier weitere Markteinführungen bis 2026 geplant sind. Das Ziel? Bis 2030 nicht weniger als 20 Modelle auf den Markt zu bringen. Unter den Neuheiten scheint ein Amalfi Spider, der den Roma Spider ersetzt, wahrscheinlich, insbesondere nach dem Erfolg des Coupés im Vorjahr.
Hybridmodelle in Aussicht
Der Purosangue, der SUV von Ferrari, könnte ebenfalls eine Transformation erfahren, mit der Einführung eines kleineren Motors als dem aktuellen V12, möglicherweise kombiniert mit einer Plug-in-Hybridtechnologie. Die Marke stoppt hier nicht: Ein SP4 könnte die ultra-exklusive Icona-Reihe bereichern, die an die Monza SP1/SP2 und die Daytona SP3 erinnert. Ein neues radikales Modell, das auf die Rennstrecke ausgerichtet ist, ist ebenfalls in Planung und zeugt von Ferraris Engagement, seine Kunden zu bedienen und gleichzeitig zu innovieren.
Ein überfülltes Auftragsbuch
Trotz dieser bevorstehenden Neuheiten versichert Benedetto Vigna, dass das Auftragsbuch bereits gut gefüllt ist und bis Ende nächsten Jahres reicht. Die Kunden scheinen nach wie vor hungrig nach Ferrari-Modellen zu sein, egal ob sie thermisch oder elektrisch sind. Ein weiterer Beweis dafür, dass die Leidenschaft für die Marke über bloße technologische Entscheidungen hinausgeht.
Fazit: Ferrari bleibt seinem Erbe treu
Zusammenfassend zeigt Ferrari, dass es möglich ist, die Elektrifizierung zu begrüßen und gleichzeitig seinen grundlegenden Werten treu zu bleiben. Die Marke wählt, ihr Erbe nicht im Namen der Innovation zu opfern, sondern diese neuen Technologien in einen Rahmen zu integrieren, der ihre Kunden respektiert. Die Enthusiasten können also weiterhin von den Sondermodellen träumen, ohne unerwünschte Kompromisse eingehen zu müssen.


