Xiaomi beschränkt sich nicht darauf, die Smartphone-Welt zu erobern; es geht auch entschlossen in die Automobilbranche. Das Update seiner Limousine SU7, die entwickelt wurde, um mit der Tesla Model 3 zu konkurrieren, bringt schnellere Ladezeiten, mehr Leistung und ein modernisiertes Interieur, eine echte Erfrischung für Fahrer auf der Suche nach Innovation.
Ein fulminanter Aufstieg in der Automobilwelt
Xiaomi, bekannt für seine High-Tech-Gadgets, hat vor etwas weniger als zwei Jahren mit der Einführung der SU7, seiner ersten vollelektrischen Limousine, den Automobilmarkt erobert. In einem hyperkompetitiven Sektor wie dem der Elektrofahrzeuge in China ruht sich das Unternehmen nicht auf seinen Lorbeeren aus. Das für 2026 geplante Update zeugt von seinem Ehrgeiz, an der Spitze zu bleiben, insbesondere angesichts eines Giganten wie Tesla, der sich manchmal in der Überarbeitung seiner bestehenden Modelle zu verlieren scheint.
Design: eine subtile, aber effektive Evolution
Auf den ersten Blick revolutioniert die aktualisierte SU7 nicht ihr Aussehen. Das äußere Design erhält einige Anpassungen, wie eine neue Farbe, Capri Blue, und einen leicht umgestalteten Kühlergrill. Die überarbeiteten 20-Zoll-Felgen verleihen einen dynamischen Touch. Im Innenraum entdeckt man eine erfrischte Umgebung mit neuen Farben und Ambientebeleuchtung. Die Mittelkonsole, die Sitze und das Lenkrad haben ebenfalls bemerkenswerte Verbesserungen erfahren, was eine modernere und angenehmere Atmosphäre schafft.

Xiaomi SU7 (2026)
Leistung: ein Leistungsschub
Die wirklichen Veränderungen verstecken sich unter der Haube. Die SU7 setzt nun auf eine elektrische Architektur von 800 Volt für alle ihre Modelle, während zuvor nur die High-End-Version davon profitierte. Die Standard- und Pro-Varianten arbeiten jetzt mit 752 Volt, während die Max-Version beeindruckende 900 Volt erreicht. Diese Entwicklungen ermöglichen verkürzte Ladezeiten, mit einer zusätzlichen Reichweite von 670 km in nur 15 Minuten bei bestimmten Konfigurationen. Eine echte Leistung!
Die Gesamtreichweite verbessert sich ebenfalls: Sie beträgt 720 km für die Standardversion, 900 km für die Pro und 830 km für die Max. Es ist zu beachten, dass diese Zahlen auf dem chinesischen Testzyklus CLTC basieren, der oft als großzügiger angesehen wird als die amerikanischen EPA-Normen.
Optimierte Antriebstechnik
Xiaomi hat auch seine Motorenpalette überarbeitet. Die Einstiegsmodelle sind nun mit intern entwickelten V6-Motoren ausgestattet, was die Leistung und Reichweite erhöht. Das Modell mit einem Motor liefert nun 320 PS, gegenüber zuvor 299. Das Sahnehäubchen ist die Max-Version mit Allradantrieb, die eine beeindruckende Leistung von 690 PS aufweist. Darüber hinaus ist die doppelt luftgefederte Federung, die zuvor der High-End-Version vorbehalten war, nun auch im Pro-Modell verfügbar.

Xiaomi SU7 (2026)
Erhöhte Sicherheit und Preisgestaltung
Was die Sicherheit betrifft, ist die SU7 nun mit einer Notstromversorgung für die hinteren Türöffnungen und zwei zusätzlichen Airbags ausgestattet. Diese Änderungen sind eine Reaktion auf medienwirksame Vorfälle, die Probleme mit den versenkbaren und elektronischen Türgriffen bei Unfällen aufgedeckt hatten.
Allerdings haben all diese Verbesserungen ihren Preis. Die überarbeitete SU7 wird zu einem höheren Preis von etwa 2.000 Dollar (1.700 Euro) im Vergleich zu ihrem Vorgänger angeboten. Dennoch bleibt sie mit 32.700 Dollar (28.000 Euro) für die Standardversion sehr wettbewerbsfähig im Vergleich zur Tesla Model 3.
Eine vielversprechende Zukunft für Xiaomi
Die SU7 hat bereits ihren Wert auf dem chinesischen Markt bewiesen, wo sie im letzten Jahr in ihrem ersten vollen Jahr über 400.000 Kunden gewonnen hat. Während Marken wie Tesla anscheinend auf ihren Lorbeeren ausruhen, setzen Xiaomi und andere chinesische Hersteller weiterhin auf Innovation und Verbesserung ihrer Modelle. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich diese Dynamik entwickeln wird, wenn Xiaomi schließlich beschließt, seine Fahrzeuge außerhalb Chinas zu exportieren.
Es ist klar, dass Xiaomi nicht vorhat, sich mit dem Status quo zufriedenzugeben; die Zukunft sieht für diesen mutigen Hersteller aufregend aus.


