Franco Colapinto äußerte sich nach dem Unfall von Oliver Bearman beim Großen Preis von Japan und brachte wachsende Bedenken hinsichtlich der Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Formel-1-Autos der Saison 2026 zur Sprache. Während die Fahrer um ihre Sicherheit besorgt sind, betont Colapinto die Dringlichkeit einer Überprüfung der Regeln in der Formel 1.
Ein aufschlussreicher Vorfall
Im 22. Rennen der Veranstaltung in Suzuka hatte Oliver Bearman einen spektakulären Crash, als er versuchte, Colapinto zu überholen. Hinter dem Argentinier fahrend, wurde Bearman von der Geschwindigkeit einer herannahenden Haas überrascht. Als er versuchte, links vorbeizuziehen, verlor er bei 308 km/h die Kontrolle über sein Auto und krachte mit einer Kraft von 50 g gegen die Sicherheitsbarrieren. Glücklicherweise blieb er bei diesem Unfall unverletzt, doch die Szene wirft entscheidende Fragen zu den Geschwindigkeitsunterschieden zwischen den Fahrzeugen auf.
Äußerungen, die zum Nachdenken anregen
Auf die Frage zu diesem Vorfall ließ Colapinto kein gutes Haar daran. „Es war wirklich seltsam, um ehrlich zu sein, ich war völlig wehrlos. Der Geschwindigkeitsunterschied war enorm“, erklärte er. Für ihn wird diese Art von Situation in Kurven, in denen Geschwindigkeit entscheidend ist, noch gefährlicher. „Es ist fast so, als wäre ich in einer Auslaufrunde und ein anderer Fahrer wäre in einer schnellen Runde. Das ist sehr merkwürdig“, fügte er hinzu.
Der Argentinier machte zudem deutlich, dass das Risiko in Konfigurationen steigt, in denen die Geraden nicht wirklich gerade sind. „Als ich in den Rückspiegel schaute, sah ich ihn im Gras querstehen. Selbst im Querstand hat er mich überholt, also stellt euch den Geschwindigkeitsunterschied vor. In manchen Momenten wird es wirklich gefährlich“, äußerte er besorgt.
Regulatorische Änderungen in Betracht ziehen

Colapinto hebt nicht nur Probleme hervor; er schlägt auch Verbesserungsmöglichkeiten vor. Tatsächlich war er bereits in einer ähnlichen Situation beim Start des Großen Preises von Australien, wo er einem sehr langsamen Racing Bulls ausweichen musste. „Die Starts und die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Autos, abhängig von der Ladezustand und der Energieabgabe, sind seit Beginn des Jahres 2026 große Anliegen der Fahrer“, erklärt er.
Für Colapinto zeichnen sich zwei Verbesserungsansätze ab: „Ich habe meine Linie nie verlassen oder etwas Ungewöhnliches gemacht. Bearmans Ausfahrt hängt mit dem Geschwindigkeitsunterschied und den Marbles auf der Strecke zusammen. Es ist eine Kombination von Faktoren.“ Er betont, dass ein Unterschied von 50 km/h zwischen zwei Autos inakzeptabel ist: „Genau das ist mir in Melbourne passiert.“ Die aktuellen Bedingungen machen Überholmanöver also heikel und potenziell gefährlich.
Künstliche Überholmanöver: Ein echtes Problem
Colapinto hinterfragt auch die Natur der Überholmanöver in der Formel 1 heute. „Diese Überholmanöver sind wirklich künstlich: Wenn ihr sie im Fernsehen seht, wird der Fahrer vor einem plötzlich von einem Auto überholt, das 50 km/h schneller fährt“, kritisiert er. Für ihn müssen solche Situationen ernsthaft von der FIA untersucht werden, um die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten.
Eine Saison geprägt von Unsicherheit
Die Saison 2026 kündigt sich bereits als eine Zeit der Fragen und notwendigen Anpassungen an. Die Fahrer müssen sich in einem Umfeld bewegen, in dem sich die Technologie schnell entwickelt, die Regeln jedoch manchmal im Widerspruch zur Realität der Leistungen auf der Strecke stehen. Vorfälle wie der von Bearman sind nicht isoliert und könnten die Verantwortlichen dazu bewegen, ihre Prioritäten in Bezug auf Sicherheit zu überdenken.
Zusammenfassung
- Der Unfall von Oliver Bearman wirft Fragen zu den Geschwindigkeitsunterschieden in der F1 auf.
- Colapinto kritisiert einen inakzeptablen Unterschied von bis zu 50 km/h.
- Die Notwendigkeit, die Regeln anzupassen, um die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten.
- Künstliche Überholmanöver stellen ein echtes Problem für die sportliche Fairness dar.
- Die Saison 2026 ist geprägt von Fragen zur zukünftigen Regulierung.
