Die Wüste hat die Spuren ihres strahlenden Sieges bei Dakar 2026 kaum verwischt, und Dacia kündigt bereits das Ende seines Epos im Rally-Raid an. Eine Entscheidung, die zwar überraschend ist, aber in eine Logik schnellen Erfolgs und zukünftiger Ambitionen passt.

Ein entschlossener Rückzug im Schatten der Dünen

Nach mehreren direkten Gesprächen mit der Marke hat Dacia gegenüber Motorsport.com bestätigt, dass das Dacia Sandrider-Projekt mit dem Ende der Saison 2026 eingestellt wird. Die letzte Etappe findet in Abu Dhabi statt und markiert einen Wendepunkt, da die Teilnahme an Dakar 2027 nun ausgeschlossen ist. Ein harter Schlag für die Fans, aber ein schöner Abgang nach dem Erreichen der Höhen des Erfolgs.

Siege, die noch nachhallen

Diese Ankündigung erfolgt nur wenige Wochen nach dem Sieg von Nasser Al-Attiyah und Fabian Lurquin bei Dakar 2026. Das ursprüngliche Ziel des Programms, innerhalb von drei Jahren Dakar zu gewinnen, wurde bereits in nur zwei Saisons erreicht. Eine Leistung, die viele Teams neidisch machen würde! Aber Dacia hat nicht vor, dort aufzuhören. Mit Blick auf den Titel der Weltmeisterschaft im Rally-Raid ist das Ziel, dieses Abenteuer auf noch glorreichere Weise zu beenden.

Die Meisterschaft vor den Abschieden

Dacia wird an allen verbleibenden Runden der Meisterschaft 2026 teilnehmen. Der nächste Halt? Portugal, in einem Monat, gefolgt von Argentinien, Marokko und schließlich dem großen Finale in Abu Dhabi. Dieses letzte Kapitel wird das offizielle Ende des Dacia Sandrider-Projekts markieren. Das Team wird pro Veranstaltung drei Autos aufstellen, obwohl es vier Fahrer auf höchstem Niveau hat: Al-Attiyah selbst, Sébastien Loeb – der große Neuzugang vor der letzten Dakar – Lucas Moraes, der Weltmeister 2026 im Rally-Raid mit Toyota, und Cristina Gutiérrez. Eine Rotation wird implementiert, um die Chancen auf Erfolg in jedem Rennen zu maximieren.

Ein Projekt, das durch den Sieg bei Dakar validiert wurde

Dacia zieht sich nach triumphalem Dakar-Rennen aus dem Rally-Raid zurück
Fabian Lurquin triumphierend nach dem Sieg bei Dakar 2026.

Über Al-Attiyahs letzten Sieg hinaus bewies die letzte Dakar die Robustheit des Projekts. Loeb belegte den vierten Platz, Moraes den siebten und Gutiérrez den elften. Da haben wir vier Autos in den Top 11 einer der anspruchsvollsten und wettbewerbsfähigsten Ausgaben der letzten Jahre. Ein kollektives Ergebnis, das bestätigte, dass das Sandrider-Projekt nicht nur ein Glücksspiel war, sondern eine Struktur, die in der Lage ist, mit den Riesen der Wüste zu konkurrieren.

Flamboyante Abschiede am Horizont

Mit dieser sportlichen Anerkennung und dem Dakar-Pokal bereits in der Hand ist das Hauptziel nun, die Weltmeisterschaft 2026 zu gewinnen. Wenn es dem Team gelingt, diese Leistung zu erreichen, wird Dacia ein kurzes, aber außergewöhnlich fruchtbares Kapitel abschließen: den schwierigsten Rally-Raid des Planeten beim zweiten Versuch zu gewinnen und bis zum Ende um den Weltmeistertitel zu kämpfen, bevor es die Bühne verlässt. Ein Ende, das den größten Actionfilmen würdig ist, wo der Held abtritt und eine Legende hinterlässt.

Über das Redaktionsteam

Das AutoMania Editorial Team ist ein unabhängiges Kollektiv von Auto-Enthusiasten. Als Freiwillige teilen wir ein gemeinsames Ziel: die Nachrichten einzuordnen, die Geschichten zu erzählen, die die Autokultur begeistern, und klare, nützliche Inhalte zu veröffentlichen, die für alle zugänglich sind.

Ähnliche Artikel