Das kanadische Formel-1-Wochenende war von mehreren Entscheidungen der Rennkommissare geprägt, insbesondere im Hinblick auf Lewis Hamilton und das Team Aston Martin. Während der siebenfache Weltmeister einer Strafe entging, musste das britische Team zwei empfindliche Geldstrafen für Rennvorfälle und einen Sicherheitsmangel an einem seiner Boliden zahlen.
Hamilton entgeht Strafe im Q1
Das Qualifying zum Großen Preis von Kanada bot nicht nur auf der Strecke, sondern auch im Kommissariat Spannung. Lewis Hamilton wurde verdächtigt, Pierre Gasly bei der Einleitung seiner schnellen Runde behindert zu haben. Der Vorfall, der zu Beginn des Q1 geschah, hätte für den Mercedes-Fahrer teuer werden können und ihn von seinem fünften Startplatz verdrängt. Nach Analyse der Daten und Anhörungen entschieden die Offiziellen jedoch, die Angelegenheit ohne weitere Maßnahmen abzuschließen. Hamilton konnte seine Manöver damit begründen, dass er davon ausging, Gasly sei nicht auf einer fliegenden Runde. Diese Einschätzung teilte sein Team und wurde schließlich von den Kommissaren akzeptiert. Der französische Fahrer und sein Vertreter sahen darin auch keine unnötige Behinderung, was die Entscheidung erleichterte.
In einem ähnlichen Fall wurde Lance Stroll wegen einer möglichen Behinderung von Nico Hülkenberg befragt. Der Kanadier, der vor heimischem Publikum unter Druck stand, profitierte jedoch von der gleichen Behandlung: Die FIA sah keine Sanktionen vor. Diese Entscheidungen, obwohl sie keine direkten Auswirkungen auf die Rangliste hatten, zeugen von der ständigen Wachsamkeit der Kommissare bei Rennvorfällen, selbst bei scheinbar harmlosen.
Aston Martin wegen „Unsafe Release“ bestraft

Während Lewis Hamilton seine Gelassenheit wiederfand, gilt dies nicht für das Aston Martin Team. Die Briten gerieten zweimal ins Visier der Kommissare, was zu erheblichen Geldstrafen führte. Die erste betrifft einen „unsafe release“, ein gefährliches Freigeben des Boliden, während des Qualifyings. Fernando Alonso hätte bei der Ausfahrt aus seiner Box beinahe den Boliden von Franco Colapinto gerammt. Der junge argentinische Fahrer musste stark abbremsen, um eine Kollision zu vermeiden, was den potenziell gefährlichen Charakter des Eingreifens des Aston Martin Teams verdeutlichte. Die Kommissare zögerten nicht: Eine Geldstrafe von 5.000 € wurde dem Team für diesen Verfahrensfehler auferlegt, was die überragende Bedeutung der Sicherheit in der Boxengasse unterstreicht.
Zweite Strafe wegen Sicherheitsmangel
Der schwarze Tag für Aston Martin war damit noch nicht vorbei. Eine zweite, diesmal höhere Geldstrafe (7.500 €) folgte für einen Sicherheitsmangel am Boliden von Lance Stroll. Bei seiner Durchfahrt durch die Boxengasse zu Beginn der Session löste sich eine äußere Radkappe. Doch das Beunruhigendste geschah während seiner ersten Runde: Die innere Radabdeckung, ein Teil aus Kohlefaser, löste sich ebenfalls. Die FIA betonte die potenzielle Gefahr dieses Teils, das eine Person verletzen oder ein anderes Auto beschädigen könnte. Das Team räumte eine Lücke in seinen Inspektionsverfahren ein und versprach eine gründliche Überarbeitung. Die Schwere der zweiten Sanktion erklärt sich dadurch, dass sich das Teil löste, als das Auto auf der Strecke war, was das Risiko erheblich erhöhte.
Was man aus diesen Entscheidungen mitnehmen sollte
- Lewis Hamilton wurde von einer mutmaßlichen Behinderung von Pierre Gasly im kanadischen Qualifying freigesprochen.
- Lance Stroll entging ebenfalls einer Strafe wegen einer möglichen Behinderung von Nico Hülkenberg.
- Aston Martin erhielt eine Geldstrafe von 5.000 € für einen „unsafe release“ von Fernando Alonso im Qualifying.
- Das britische Team wurde zu einer Geldstrafe von 7.500 € wegen eines Sicherheitsmangels im Zusammenhang mit dem Ablösen von Radteilen am Boliden von Lance Stroll verurteilt.
- Diese Entscheidungen erinnern an die Strenge der FIA-Kommissare in Bezug auf Sicherheit und die Einhaltung der Regeln in der Formel 1.
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