Pedro Acosta, das junge Talent der MotoGP, geht mit einer Prise Skepsis in den ersten Grand Prix der Saison. Nach gemischten Tests in Malaysia bereitet sich der spanische Fahrer darauf vor, einen Kurs in Buriram zu befahren, der sich als gnadenlos für die KTM erweisen könnte. Der Druck ist spürbar, und die Erwartungen sind hoch, während der österreichische Hersteller versucht, seinen Rückstand gegenüber starken Konkurrenten wie Ducati und Aprilia aufzuholen.
Gemischte Tests: eine differenzierte Bilanz
Bei den ersten Tests des Jahres war Acosta nicht nachsichtig mit seiner Maschine und vergab eine strenge Note von 6/10. Obwohl KTM eine Reihe von Weiterentwicklungen für seine RC16-Modelle vorbereitet hat, hob der Spanier den Mangel an überzeugenden Ergebnissen hervor. Diese Feststellung ist umso besorgniserregender, da die letzten Tests vor dem Rennen in Thailand bevorstehen, wo jedes Detail zählt, um die Leistung auf der Strecke zu verbessern. Kurz gesagt, der Spielraum für Verbesserungen ist für KTM noch groß, und Acosta weiß, dass er das Beste aus diesen zwei Testtagen herausholen muss.
Ein Programm, das auf Geschwindigkeit ausgerichtet ist
Auf die Frage nach seinen Zielen für diese Tests zeigte Acosta Pragmatismus. Seiner Meinung nach ist es an der Zeit, einen Gang höher zu schalten: „Versuchen, schneller zu werden. Letztendlich liefen die drei Tage in Malaysia ziemlich gut, aber in diesem Jahr habe ich mich darauf beschränkt, einige Teile der Maschine zu wechseln und verschiedene Dinge auszuprobieren.“ Es ist klar, dass der Fahrer nun darauf abzielt, seinen Rhythmus zu optimieren und wettbewerbsfähige Zeiten zu erzielen. Dieser Ansatz ist entscheidend, nicht nur für seine persönliche Leistung, sondern auch, um KTM in der Hierarchie der MotoGP neu zu positionieren.
Die Realität auf der Strecke: eine Herausforderung gegenüber der Konkurrenz
Das nächste Rennen in Thailand wird keine einfache Formalität sein. Acosta hat bereits die Schwierigkeiten antizipiert, die er möglicherweise begegnen wird, insbesondere in Bezug auf die Haltbarkeit der Reifen. „Letztes Jahr hatten wir große Schwierigkeiten, das Rennen mit einem funktionierenden Reifen zu beenden, und in diesem Jahr scheint es ziemlich ähnlich zu werden.“ Dieses Bewusstsein hebt die Notwendigkeit für KTM hervor, nicht nur die reine Geschwindigkeit seiner Motorräder zu verbessern, sondern auch deren Verhalten über die Distanz, ein wesentlicher Aspekt in einem Rennen, das herausfordernd sein kann.
Eine Meisterschaft, die von Ducati und Aprilia dominiert wird
Acosta zeigte auch große Klarheit, als er die Konkurrenz ansprach. Er erkannte an, dass Ducati und Aprilia derzeit die Meisterschaft anführen: „Man muss auch die Rückkehr von Jorge [Martín] berücksichtigen. Aprilia scheint mit seinen drei Fahrern Fortschritte gemacht zu haben.“ Die Dominanz von Ducati ist besonders besorgniserregend für KTM, das sich einer Armada erfahrener und leistungsstarker Fahrer gegenübersieht. Dieser Kontext verstärkt die Bedeutung der Tests in Thailand, um das tatsächliche Niveau der Maschinen und Fahrer im Vergleich zu erfahrenen Gegnern zu bewerten.
Ein Überlebensziel vor Brasilien
Trotz dieser Herausforderungen bleibt Acosta entschlossen, den Grand Prix mit einer realistischen Mentalität anzugehen. „Wir müssen für diesen Grand Prix realistisch sein und versuchen, zu überleben, um in guter Form nach Brasilien zu kommen.“ Diese Aussage unterstreicht eine Strategie der Vorsicht, die sich langfristig als vorteilhaft erweisen könnte. Anstatt sofort den Sieg anzustreben, liegt der Fokus auf dem Management der Ressourcen und dem Sammeln von Erfahrungen, was KTM helfen könnte, eine solide Basis für zukünftige Rennen aufzubauen.
Auf zu einer ungewissen, aber vielversprechenden Zukunft
Mit dem Beginn dieser neuen Saison steht KTM an einem entscheidenden Wendepunkt. Die Entwicklung der Leistungen bei den kommenden Tests und dem Grand Prix könnte die strategische Richtung des Teams für den Rest des Jahres bestimmen. Die Erwartungen sind hoch, sowohl von Seiten der Fahrer als auch der Ingenieure, aber die Unsicherheit bleibt hinsichtlich der Fähigkeit von KTM, mit den Giganten der MotoGP zu konkurrieren. Wenn es Acosta gelingt, seine Ziele in greifbare Ergebnisse umzusetzen, könnte dies die Wettbewerbslandschaft neu definieren und KTM die Chance geben, in den kommenden Monaten zu glänzen.


