Oscar Piastri, der neue aufstrebende Stern der Formel 1, hat kürzlich die Hintergründe einer turbulenten Vertragsgeschichte geteilt. Im Sommer 2022, als er noch an Alpine gebunden war, entschied er sich, mit McLaren zu unterschreiben, was ein echtes Erdbeben im Paddock auslöste. Eine Geschichte, in der Ambition und Spannung miteinander verwoben sind, die die Hintergründe einer Welt offenbart, in der jede Entscheidung monumentale Konsequenzen haben kann.
Ein vielversprechender Werdegang
Bevor er im Zentrum dieses Sturms landete, hatte Oscar Piastri bereits Eindruck hinterlassen. 2020 trat er der Renault Sport Academy bei, einem Sprungbrett für zukünftige Champions. Diese Entscheidung stellte sich als weise heraus, da er den Titel der Formula Renault Eurocup mit unbestreitbarem Bravour gewann. Sein Aufstieg endet dort nicht: Er folgt mit Siegen in der Formel 3 und der Formel 2, immer schon in seiner ersten Saison. Doch das Jahr 2022 hält ein bitteres Schicksal für ihn bereit: Er findet sich als Reservist bei Alpine auf der Bank wieder und wartet geduldig auf seine Chance.
Ein Jahr der Frustration
„Es war eindeutig eine schwierige Zeit“, gesteht Piastri in einer Episode von Off The Grid, die in Monaco aufgenommen wurde. Für einen Fahrer ist Inaktivität eine Qual. „Natürlich, wenn man Fahrer ist, will man fahren. Dieses Jahr nicht fahren zu können, war hart, ohne Zweifel.“ Von der Strecke ausgeschlossen, nimmt er Abstand und beobachtet die Welt um ihn herum, lernt die Mechanismen der Medien- und Sponsorenverpflichtungen.
Diese Wartezeit ermöglicht es ihm, eine strategische Vision zu entwickeln. „Ich war immer stolz darauf, zu sagen, dass ich alles in meiner Macht Stehende getan habe, und ich war immer überzeugt, dass sich irgendwann etwas ergeben würde.“ Diese Überzeugung erweist sich als begründet, als die Situation bei Alpine zu einem echten Kopfzerbrechen wird.
Das Dilemma von Alpine
Das Team aus Enstone muss mit drei talentierten Fahrern für zwei verfügbare Plätze jonglieren: Fernando Alonso, Esteban Ocon und den jungen Piastri. Zunächst denkt Alpine sogar darüber nach, den australischen Fahrer an Williams zu verleihen. Doch alles ändert sich, als Fernando Alonso seinen Wechsel zu Aston Martin bekannt gibt. Das Team beschließt dann, die Beförderung von Piastri ohne seine Zustimmung anzukündigen, eine Manöver, das sich als schwerer Fehler herausstellt.
Der junge Fahrer reagiert schnell. „Ich verstehe, dass Alpine F1 ohne meine Zustimmung am späten Nachmittag eine Pressemitteilung veröffentlicht hat, in der steht, dass ich nächstes Jahr für sie fahren werde“, erklärt er und trifft dann eine klare Aussage: „Das ist falsch, und ich habe keinen Vertrag mit Alpine für 2023 unterschrieben. Ich werde nächstes Jahr nicht für Alpine fahren.“

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Die Entscheidung des Contract Recognition Board
Die Wahrheit kommt ans Licht: Piastri hatte bereits eine Vereinbarung mit McLaren getroffen. Das Contract Recognition Board (CRB) der FIA entscheidet zugunsten des Woking-Teams und bestätigt, dass der Fahrer keine Verpflichtungen gegenüber Alpine hatte. „Ich wusste mehr oder weniger, dass das Schlagzeilen machen würde“, gibt er mit einem Lächeln zu. „Es gab Gründe dafür, es war nicht einfach nur mein Wunsch, der Welt mitzuteilen, dass ich nicht fahre.“
Für ihn war diese Zeit der Spannung ein Wendepunkt. „Heute, wenn ich an all das zurückdenke, lache ich ein wenig darüber. Aber klar, im Moment war es nicht lustig.“ Eine Feststellung, die den ständigen Druck in der gnadenlosen Welt der Formel 1 unterstreicht.
Die Anfänge mit McLaren
Schließlich gibt Oscar Piastri 2023 sein Debüt in der Formel 1 mit McLaren, eine Gelegenheit, die er in vollen Zügen genießt. „Es war ein unglaublicher Moment. Und dann realisiert man auch plötzlich, dass alles, was man zuvor erreicht hat, fast nichts mehr zählt“, betont er mit Klarheit.
Bemerkenswerte Leistungen
Obwohl ihm der Weltmeistertitel 2025 entgeht, kann Piastri bereits auf eine beeindruckende Bilanz verweisen: sechs Pole-Positionen und 26 Podestplätze, darunter neun Siege, in nur 70 Grand Prix. „Ich lerne immer noch“, gesteht er bescheiden. Nach nur wenigen Saisons im Wettbewerb sieht seine Zukunft strahlend aus.
Fazit
Oscar Piastri verkörpert diese neue Generation von Fahrern, die rohes Talent und einen eisernen Willen vereint. Seine Vertragsgeschichte mit Alpine und sein rasanter Aufstieg bei McLaren zeugen von der Komplexität des Umfelds und dem notwendigen Durchhaltevermögen, um sich durchzusetzen. Über die Kontroversen hinaus zeichnet sich ein echter Wettkämpfer ab, der bereit ist, seine eigene Geschichte in der faszinierenden Welt der Formel 1 zu schreiben. Um seine nächsten Abenteuer und die anderer Fahrer zu verfolgen, zögern Sie nicht, unseren Bereich über die Formel 1 zu besuchen.


