Rallye von Schweden: Solberg glänzt, Hyundai in der Krise

Die Rallye von Schweden begann am Donnerstagabend unter den Scheinwerfern mit einer nächtlichen Sonderprüfung von etwa zehn Kilometern in Umeå. Während die eisige Kälte mehr als einen Fahrer ins Wanken bringen könnte, startete Oliver Solberg seine Heimveranstaltung wie ein wahrer Maestro. Die Hyundai hingegen scheinen bereits im Schnee festzustecken und haben Schwierigkeiten, mit dem Tempo mitzuhalten.

Eine erste nächtliche Sonderprüfung

Der Startschuss für die Rallye von Schweden fiel mit einer Sonderprüfung, die, obwohl relativ kurz, die Fähigkeiten der Fahrer unter schwierigen Bedingungen zur Geltung brachte. Mit einer dünnen Eisschicht, die sich mit jedem Durchgang verschlechterte, musste man sowohl mutig als auch präzise sein. Oliver Solberg, das junge schwedische Talent, nutzte seine Führungsposition auf der Strecke, um sich gleich zu Beginn bravourös durchzusetzen.

Ein fitter Solberg

Drei Wochen nach seiner glänzenden Vorstellung in Monte-Carlo zeigte Solberg, dass er nicht hier ist, um nur mitzuhalten. Seine Beherrschung der Bedingungen war so groß, dass er seine Teamkollegen bei Toyota mit einer fulminanten Zeit hinter sich ließ, die alle überzeugte. Elfyn Evans, der Waliser, versuchte, dran zu bleiben, musste sich jedoch mit dem zweiten Platz begnügen, 3 Sekunden und 8 Zehntel hinter Solberg. Das war für den Schweden kein Grund zur Besorgnis, der schien auf dieser ersten Sonderprüfung zu fliegen.

Die Toyota im Angriff

Evans war nicht der einzige, der sich in der Königsklasse hervortat. Takamoto Katsuta und Sami Pajari, ebenfalls Mitglieder des Toyota-Teams, folgten dicht auf mit ähnlichen Zeiten. Der Wettkampf innerhalb des Teams ist eröffnet, und jeder weiß, dass jede Sekunde in diesem gnadenlosen Sport zählt. Es ist ein wahrer Tanz auf dem Eis, bei dem der kleinste Fehltritt teuer zu stehen kommen kann.

Hyundai in Schwierigkeiten

Im Gegensatz dazu haben die Hyundai-Fahrer bereits begonnen, einen erheblichen Rückstand zu beklagen. Thierry Neuville war der Beste unter ihnen, aber mit einer Zeit von 6 Sekunden und 7 Zehnteln hinter Solberg ist klar, dass er sich anstrengen muss, um wieder ins Rennen zu kommen. Adrien Fourmaux hingegen erzielte eine Zeit von 7 Sekunden und 9 Zehnteln und war von den wechselhaften Bedingungen der Sonderprüfung überrascht. Esapekka Lappi, der ins Team zurückgekehrt ist, hatte noch weniger Glück und ließ fast zehn Sekunden liegen.

Ford M-Sport in der Krise

Die Situation ist für die Fahrer von Ford M-Sport noch besorgniserregender. Josh McErlean hatte Probleme mit Beschlag auf seiner Windschutzscheibe und verlor mehr als 15 Sekunden, während Martins Sesks ähnliche Missgeschicke erlebte. Jon Armstrong hingegen kam von der Strecke ab, nachdem er durch eine Schneewand gefahren war, und sammelte einen alarmierenden Rückstand an. Er wird derzeit von Lorenzo Bertelli überholt, dessen Leistungen mit seinem Toyota auf einem anderen Niveau sind.

Ein tag voller Herausforderungen

Der morgige Tag verspricht also entscheidend zu werden, mit sieben Sonderprüfungen, die es zu bewältigen gilt. Die Fahrer müssen auf ihre Reserven zurückgreifen, um sich dem zu stellen, was der kilometerreichste Tag des Wochenendes sein wird. Die Wetterbedingungen und der Zustand der Straßen werden eine entscheidende Rolle im Ausgang dieses Wettbewerbs spielen.

Rallye von Schweden – Zwischenstand nach der ES1

Der Zwischenstand nach dieser ersten Sonderprüfung lässt auf einen erbitterten Kampf in den kommenden Tagen schließen. Mit Solberg an der Spitze und den Hyundai bereits distanziert, lastet der Druck auf den Schultern der Fahrer, um die Wende herbeizuführen. Die Spannung ist auf dem Höhepunkt, und es bleibt abzuwarten, wie jeder mit dieser Intensität umgehen wird.

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