Die Formel 1 steht kurz davor, in eine neue Ära einzutreten, in der die Sportkommissare nun ihre eigenen Entscheidungen überprüfen können. Eine Maßnahme, die das Wettbewerbsumfeld erheblich verändern und Teams, die ihre Stimme erheben möchten, neuen Auftrieb geben könnte. Halten Sie sich fest, denn die bevorstehenden Änderungen versprechen, die Saison 2026 noch spannender zu machen!

Ein Weltverband voller Versprechen

Zwischen der letzten Sitzung des Weltverbands des Motorsports und der FIA-Gala zur Preisverleihung hat der Verband seine Generalversammlung abgehalten. Während die wichtigste Information auf institutioneller Ebene die überraschende und gegnerlose Wiederwahl des Präsidenten Mohammed Ben Sulayem ist, hat diese Versammlung auch eine Reihe von Maßnahmen validiert, die den Sport in den kommenden Jahren beeinflussen könnten.

Der Internationale Sportcode im Wandel

In einer langen Mitteilung, die nach dieser Generalversammlung veröffentlicht wurde, werden mehrere Änderungen am Internationalen Sportcode (ISC) vorgenommen. Zur Erinnerung: Dieses Dokument zielt darauf ab, „den Motorsport zu regeln“ (Artikel 1.2.2), indem es allgemeine Regeln festlegt, die alle von der FIA regulierten Meisterschaften, beginnend mit der Formel 1, befolgen müssen. Es handelt sich um einen rechtlichen Rahmen, der es ermöglicht, grundlegende Prinzipien für den Wettbewerb festzulegen und anwendbare Verfahren zu definieren.

In der Formel 1 hat in den letzten Jahren ein Verfahren besondere Aufmerksamkeit erregt: das berühmte „Revisionsrecht“ (Artikel 14). Dank dieses Rechts können die Teams die Kommissare bitten, eine Entscheidung, die während eines Grand Prix getroffen wurde, zu überprüfen, wenn sie ein „neues, signifikantes und relevantes Element vorlegen, das den Parteien, die den Einspruch eingelegt haben, zum Zeitpunkt der betreffenden Entscheidung nicht zur Verfügung stand“.

Insbesondere auf diesem Weg wurde kürzlich die Strafe, die Carlos Sainz beim Großen Preis der Niederlande 2025 in der F1 auferlegt wurde, aufgehoben. Williams hatte Onboard-Videos bereitgestellt, die den Kommissaren nicht zur Verfügung standen. Diese Elemente wurden als „neu, signifikant und relevant“ akzeptiert, und sie entschieden sich, die Entscheidung zurückzunehmen. Eine seltene Ausnahme, da dieses Verfahren meist zu einer Ablehnung des Antrags oder zu einer Entscheidung führt, die nicht geändert wird.

Autonome Kommissare

Das Paradigma könnte sich ab dem nächsten Jahr ändern – nicht nur in der Formel 1. Tatsächlich ist eine der angekündigten Änderungen folgende: „Änderungen wurden vorgenommen, um den Kommissaren, die in den FIA-Weltmeisterschaften [F1, WEC, WRC, Formel E, Rallye-Raid, RX] sowie in den FIA-Meisterschaften der Formel 2 und Formel 3 tätig sind, zu ermöglichen, ihre Entscheidungen von sich aus zu überprüfen, wenn sie ein neues, signifikantes und relevantes Element entdecken, das ihnen zum Zeitpunkt ihrer Entscheidung nicht zur Verfügung stand.“

Diese zusätzliche Autonomie würde es den Kommissaren ermöglichen, schneller auf neue Informationen zu reagieren, ohne dass die Teams ein schwerfälliges und komplexes Verfahren durchlaufen müssen. Dies eröffnet den Weg für einen flüssigeren Prozess, in dem Entscheidungen basierend auf aufkommenden Elementen angepasst werden können. Wer hätte gedacht, dass die Kommissare eines Tages ihre eigenen Anwälte werden könnten?!

Weitere Änderungen am Internationalen Sportcode

Das FIA-Motorhome im Fahrerlager des GP von Ungarn 2025 in der F1.

Das FIA-Motorhome im Fahrerlager des GP von Ungarn 2025 in der F1.

Dies ist nicht die einzige Änderung, die der ISC erfahren wird, da die von der FIA kommunizierte Liste fünf weitere Entwicklungen oder Ergänzungen umfasst. Unter ihnen ist einer der interessantesten Punkte die Einführung einer schnellen Bearbeitung von Verstößen außerhalb des Wettbewerbs. Dies ermöglicht es den für einen bestimmten Grand Prix benannten Kommissaren, ihre Befugnisse an „außerhalb des Wettbewerbs“ tätige Kommissare zu übertragen, wodurch sie mehr Zeit und Spielraum haben, um komplexe Fälle zu bearbeiten.

Es bleibt jedoch abzuwarten, wie all diese Änderungen umgesetzt werden, wenn das überarbeitete Dokument auf der Website der FIA veröffentlicht wird. Aber eines ist sicher: Die Sportlandschaft befindet sich im Wandel, und die Teams müssen sich an diese neuen Regeln anpassen, wenn sie die sich bietenden Chancen nutzen wollen.

Fazit: Auf zu einer Saison 2026 voller Überraschungen

Während wir uns auf die Saison 2026 zubewegen, versprechen diese Änderungen im Internationalen Sportcode, eine zusätzliche Portion Spannung und Aufregung in die Formel 1 zu bringen. Die Teams und Fahrer müssen nicht nur auf der Strecke kämpfen, sondern auch in einem sich ständig verändernden regulatorischen Umfeld navigieren. Bleiben Sie dran, denn jeder Grand Prix könnte seine eigenen Überraschungen bereithalten, insbesondere wenn die Kommissare entscheiden, ihre neue Überprüfungsbefugnis auszuüben.

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