Im Automobiluniversum sind die Elemente, die so fesselnd sind wie die Innenräume und Armaturenbretter der Autos aus den späten 1950er Jahren, selten. Die modernistischen Formen, der Einfluss des Weltraumzeitalters und neuartige Materialien vermischen sich in einer Umgebung, in der die Konkurrenz darauf abzielte, um jeden Preis zu beeindrucken. Es ist der ideale Rahmen, um denkwürdige Designs zu schaffen, die manchmal extravagant, aber immer innovativ sind.
Eine Zeitreise: Warum 1959?
Warum sich auf das Jahr 1959 für diese visuelle Reise konzentrieren? Das ist eine berechtigte Frage. In der Tat mag dieses Datum willkürlich erscheinen, aber es fällt mit dem vollen Aufschwung der Themen des Weltraumzeitalters zusammen, zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Automobilwelt im Wandel befand. Ab 1960 begannen einige Wettbewerber, konservativere Stile zu übernehmen, nachdem die Verkaufszahlen 1958 aufgrund einer wirtschaftlichen Rezession gesunken waren. Dennoch haben die Designer von Chrysler diese Botschaft nicht erhalten und setzten bis 1962 auf futuristische Inspiration. Darüber hinaus ermöglicht 1959, die Ankunft der Kompaktmodelle zu vermeiden, was den Vergleich erschwert hätte.
Chrysler und seine Marken: Ein visueller Wettbewerb
Bevor wir die Innenräume erkunden, ist ein Blick auf die Exterieurs unerlässlich. Obwohl ich keine ideale Ansicht all dieser Modelle aus demselben Winkel gefunden habe, ist es wichtig zu analysieren, wie sich jede Marke hervorgetan hat. Von links nach rechts, je nach ihrer Marktposition, haben wir Plymouth, Dodge, DeSoto und Chrysler, mit darunter dem Imperial, ihrem Premium-Angebot.
Für diejenigen, die es nicht wissen, teilten diese Marken viele visuelle (und auch mechanische) Merkmale. Während Chrysler unter der Leitung seines Design-Vizepräsidenten Virgil Exner 1957 vollendete und elegante Wunderwerke geschaffen hatte, gelang es ihnen nie, eine spezifische Sprache für jede Division zu etablieren, wie es General Motors zu dieser Zeit getan hatte. Es ist schwer zu verstehen, warum man sich für einen Dodge anstelle eines DeSoto entscheiden würde, oder umgekehrt.
Erkundung der Armaturenbretter
Beginnen wir mit Plymouth, der Einstiegsmarke der Gruppe. Die Formen und Linien des Armaturenbretts sind würdig der Jetsons, von einem trapezförmigen Instrumentencluster bis hin zu großen Druckknöpfen, die von Hebeln umgeben sind.
- George Jetson, ich brauche Wärme! (Drücke den Knopf, ziehe den Hebel, und die Wärme kommt!)
Die vielfältigen Farben waren ebenfalls vorhanden. Und dieses Lenkrad, so „satellit im Orbit“, bleibt nicht unbemerkt. Obwohl die Materialien weniger raffiniert sind als die anderer Divisionen, ist der Gesamteindruck eindrucksvoll.
Dodge und DeSoto: Ein Glamour-Duell
Wenn wir zu Dodge übergehen, wird offensichtlich, dass das Interieur in Bezug auf Materialien und Präsentation opulenter ist. Der Chrom glänzt strahlend, mit glänzenderen Instrumenten und einem Stil, der die 1950er Jahre schreit. DeSoto und Dodge zeigen eine sehr ähnliche Ausführung, aber es ist faszinierend zu beobachten, dass die Instrumente von Dodge lesbarer erscheinen.
Eine interessante Anmerkung: der gleitende Geschwindigkeitsmesser, eine futuristische Erfindung, bei der der Zeiger sich bewegt, während die Geschwindigkeit steigt. Das wird in den Broschüren von Dodge „Indicolor“ genannt.
Die kaiserliche Unterscheidung
Der Imperial hingegen ist ein wahres Monster. Seine Präsentation kombiniert Elemente der 1930er Jahre mit einem klar futuristisch orientierten Stil. Das Armaturenbrett ist eine mutige Mischung aus NASA-Instrumenten und clever um das Lenkrad angeordneten Klimasteuerungen. Das Design zielt eindeutig darauf ab, ein einzigartiges Fahrerlebnis zu schaffen.
Die Chrysler-Broschüren behaupteten, dass die Textur des Armaturenbretts entwickelt wurde, um Blendung zu reduzieren. Um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht sicher, ob sie das in diesem Fall erreicht haben.
Technologie und Ergonomie: Ein precäres Gleichgewicht
Wenn man sich diese Wunder des Weltraumzeitalters ansieht, kann man nicht umhin, an die oft unerfüllten Versprechen bestimmter Technologien zu denken. Viele dieser Innovationen erwiesen sich als zu komplex oder unpraktisch. Wir erleben derzeit eine neue Phase technologischer Evolution mit modernen Innenräumen, die oft mit Touchscreens ausgestattet sind. Obwohl diese Technologien vielversprechend sind, fehlt es ihnen manchmal an der Benutzerfreundlichkeit, die wir uns erhofft hatten.
Ein großes Dankeschön an Aaron Severson für seine wertvolle Hilfe bei der Erstellung dieses Artikels.


