BMW hat die legendäre Marke Alpina übernommen und plant eine Neuausrichtung. Das kürzlich präsentierte Concept Car zeigt eine klare Designsprache, die auf zurückhaltenden Luxus und souveräne Performance setzt. Doch was bedeutet diese Vision konkret für die Kunden und den Markt?
Nach vier Jahren der Stille seit der Übernahme von Alpina durch BMW im Jahr 2022, hat die Präsentation des „Vision BMW Alpina Concept“ auf dem Concorso d’Eleganza Villa d’Este für Aufsehen gesorgt. Das Einzelstück vereint klassische BMW-Designelemente mit einer modernen, harmonischen Linienführung und weckt Hoffnungen bei den Fans. Doch hinter dem stimmigen Auftritt steckt eine strategische Neupositionierung, die BMW Alpina von den sportlichen M-Modellen abheben soll.
Klar definierter Platz im Luxussegment
BMW sieht eine Lücke im eigenen Portfolio zwischen der Luxuslimousine 7er und dem extrem teuren Rolls-Royce Ghost. Diese „White Space“ im Markt, die auch von Konkurrenten wie Bentley und Mercedes-Maybach bedient wird, soll künftig von Alpina gefüllt werden. Alpina-CEO Oliver Viellechner verweist auf das anhaltende Wachstum bei Ultra-High-Net-Worth Individuals und deren veränderten Konsumgewohnheiten. Statt demonstrativer Zurschaustellung von Reichtum stehe ein subtilerer, erlebnisorientierter Konsum im Vordergrund.
Alpina: Das Erbe neu interpretiert
BMW-Group-Designchef Adrian van Hooydonk betont die sorgfältige Integration von Alpina in den Konzern. Man habe die Historie intensiv studiert, um das Wesentliche zu bewahren und weiterzuentwickeln. Bei Abendessen mit Alpina-Kunden wurden die Kernwerte der Marke herausgearbeitet: ein Fokus auf das Fahrvergnügen für Kenner, die schnelle, aber komfortable Fortbewegung und eine zurückhaltende Eleganz. Dies unterscheidet Alpina klar von den kompromisslos sportlichen M-Modellen.
„Speed, not Sport“: Die neue Alpina-DNA
Die neue Ausrichtung von Alpina wird mit dem Ausdruck „Speed, not Sport“ umschrieben. Während M-Fahrzeuge auf maximale Agilität und Grenzbereich-Performance ausgelegt sind, soll Alpina für souveräne, komfortable und schnelle Reisen stehen. Die Ingenieure arbeiten an einem einzigartigen Fahrverhalten, das sich deutlich von BMW und M abhebt. Die Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h wird dabei als Richtwert genannt.
Konzeptstudie als Ausblick auf 2027
Das Vision BMW Alpina Concept basiert zwar auf der Plattform der 8er-Reihe, das erste Serienmodell soll jedoch 2027 als Limousine auf Basis der 7er-Reihe erscheinen. Angetrieben werden könnte es von verschiedenen Antrieben aus dem BMW-Portfolio, nicht zwingend nur von Verbrennern. Das Design des Serienmodells wird voraussichtlich dezenter ausfallen als das der Studie, mit subtilen äußeren Unterschieden und einem stärker personalisierbaren Innenraum.
Exklusivität statt Massenproduktion
BMW Alpina wird auch künftig auf Exklusivität setzen. Die Stückzahlen werden gering bleiben, um den besonderen Charakter der Marke zu wahren. Dies steht im Kontrast zu den immer gleichen Angeboten etablierter Ultra-Luxus-Player und könnte eine attraktive Option für Kunden sein, die das Besondere suchen.
- Marktpositionierung: Lücke zwischen 7er und Rolls-Royce Ghost schließen.
- Zielgruppe: Vermögende Kunden mit Fokus auf Erlebnis und subtilem Luxus.
- Fahrphilosophie: Souveräne, komfortable und schnelle Reisen („Speed, not Sport“).
- Abgrenzung: Klare Differenzierung zu den sportlichen M-Modellen.
- Serienstart: Erwartet 2027 mit Limousine auf 7er-Basis.
- Exklusivität: Geringe Stückzahlen geplant, Fokus auf Personalisierung.












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