Volkswagen hat es geschafft, unsere Neugier zu wecken, indem es das Interieur seines zukünftigen ID. Polo enthüllt hat, einem elektrischen Kleinwagen, der verspricht, Tradition und Innovation zu versöhnen. Mit einem riesigen 13-Zoll-Bildschirm und physischen Bedienelementen scheint dieses Auto sich von den Exzessen des rein Touchscreens zu entfernen und zu den geschätzten Grundlagen der Autofahrer zurückzukehren.
Das Interieur des neuen Volkswagen ID. Polo
Wer hätte gedacht, dass ein Wochenende am Ende der Schulferien der Zeitpunkt ist, den Volkswagen gewählt hat, um die ersten Bilder seines neuen ID. Polo zu enthüllen? Es ist fast ein Glücksspiel, als ob der Hersteller die Aufmerksamkeit der Massen vermeiden wollte. Dennoch zeigen diese Aufnahmen viel mehr als nur einfache Linien auf glänzendem Papier. Diese Rückkehr zu physischen Bedienelementen könnte die Standards der modernen Ergonomie neu definieren, ein Trend, den wir bereits im letzten Jahr erahnt hatten. Gute Nachrichten für Kunden, die genug von haptischen Tasten hatten: der kommende ID. Polo kombiniert den Bildschirm mit echten, greifbaren und intuitiven Tasten.

Hier ist das Interieur des Volkswagen ID.Polo © Volkswagen
Um diese neue Ära einzuleiten, hat Volkswagen beschlossen, einen imposanten 12,9-Zoll-Zentralbildschirm zu integrieren, eine Rekordgröße im Kleinwagensegment. Auch wenn dies einige Zähne knirschen lassen könnte, hat die Marke diese technologische Neuerung mit einer Reihe von speziellen Tasten ausgeglichen, die es ermöglichen, Folgendes einzustellen:
- Die Temperatur (getrennte Einstellungen für Fahrer/Beifahrer).
- Die Ventilatorstärke.
- Die Enteisungsfunktionen und die Warnblinkanlage.
Und das ist noch nicht alles! Auch das Lenkrad verzichtet auf die unpraktischen haptischen Tasten zugunsten echter Tasten, die viel angenehmer zu bedienen sind. Sogar die Lichtsteuerung kehrt zu einem physischen Format zurück, während ein Drehregler in der Mittelkonsole die Audio-Lautstärke steuert, ein kleines Vergnügen für aufstrebende Musikliebhaber.
Cockpit des ID. Polo: zwischen Gigantismus und Nostalgie

(Sehr) großer Touchscreen für den neuen Volkswagen ID.Polo © Volkswagen
Ästhetisch folgt der ID. Polo dem aktuellen Trend mit einem großen digitalen Display in der Mitte und einem aufgeräumten Armaturenbrett. Sein doppelt abgeflachtes Lenkrad erinnert merkwürdig an das, was bei Renault zu finden ist, insbesondere beim neuen 5er, und bringt ein wenig Nostalgie für diejenigen, die die 80er Jahre erlebt haben. Diese Form des Lenkrads und die Größe des Bildschirms sind umstritten, tragen jedoch dazu bei, eine starke Identität für das Modell zu schaffen.
Das Armaturenbrett hingegen ist schlicht und horizontal, ohne die traditionelle „Haube“ über der digitalen Instrumentierung. Diese kluge Wahl verstärkt den Eindruck von Raum und hebt die beiden Bildschirme hervor: ein 10,25-Zoll-Display vor dem Fahrer und das zentrale 13-Zoll-Display. Um die Puristen zu erfreuen, hat Volkswagen sogar ein digitales „Easter Egg“ integriert: die Instrumentierung kann einen Retro-Anzeigemodus annehmen, der die analogen Ziffernblätter des Golf 1 imitiert. Ein Augenzwinkern, das nostalgische Kunden sicherlich erfreuen wird!

Die Zähler im Stil des „Golf 1“ des ID.Polo © Volkswagen
ID. Polo: der Abschied vom Schaumstoffkunststoff
Der ID. Polo markiert auch einen Bruch in der Materialwahl. Der oft kritisierte Schaumstoffkunststoff, der aus ökologischen Gründen in den kommenden Jahren verschwinden könnte, weicht großen Textilflächen. Dieser Stoff kleidet einen kompletten Streifen des Armaturenbretts sowie die Türverkleidungen und integriert eine anpassbare Ambientebeleuchtung. Die Türgriffe, die nun in Form von vertikalen Hebeln an den Armlehnen integriert sind, verleihen einen modernen und ergonomischen Touch.
Abschließend sei erwähnt, dass der ID. Polo zu einem Einstiegspreis von etwa 25.000 Euro angekündigt wird, mit der Ankündigung einer kommenden GTI-Version. Das ist ein Grund, den Liebhabern von Nervenkitzel Lust zu machen!
Mit diesem neuen Modell scheint Volkswagen die Rückmeldungen der Kunden berücksichtigt zu haben, während es seinem Erbe treu bleibt. Der zukünftige ID. Polo könnte die Erwartungen an das Interieur im Segment der elektrischen Kleinwagen neu definieren.
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