Formel 1

24h Nürburgring: Max Verstappen fordert den „Grünen Teufel“ heraus

Max Verstappen schreibt ein neues Kapitel seiner Legende und stellt sich den 24 Stunden vom Nürburgring. An diesem Samstag, dem 16. Mai, gibt der vierfache Formel-1-Weltmeister sein Debüt auf der Nordschleife und reiht sich damit in den erlesenen Kreis von Stars der Königsklasse ein, die sich dieser mythischen Langstreckenprüfung gestellt haben. Doch der Niederländer bringt einen bereits unübertroffenen Lebenslauf mit.

Das Feld der 24 Stunden vom Nürburgring zog schon immer die größten Namen des Motorsports an, und die Formel 1 bildete da keine Ausnahme. Seit 1970 haben über dreißig Piloten aus dem F1-Zirkus die Herausforderung der Nordschleife, der legendären Strecke, die als „Grüner Teufel“ bekannt ist, angenommen. Max Verstappens Antritt, aktuell ein gefeierter Star der Disziplin, weicht zwar nicht von der Regel ab, ist aber vor allem durch seinen Status einzigartig.

Ein F1-Lebenslauf, der die Konkurrenz in den Schatten stellt

Was Max Verstappen von anderen F1-Fahrern unterscheidet, die an den 24 Stunden vom Nürburgring teilgenommen haben, ist seine beeindruckende Bilanz in der Königsklasse. Mit bereits vier Weltmeistertiteln übertrifft er alle seine Vorgänger. Legenden wie Niki Lauda, Nelson Piquet oder Jack Brabham, die damals bereits Titelträger waren, können mit dieser Bilanz nicht mithalten. Von ihnen ist Niki Lauda der einzige F1-Weltmeister, der dieses Rennen 1973 gewann, noch vor seinem ersten Titel in der Formel 1. Eine Leistung, die die Schwierigkeit und das Prestige der Prüfung unterstreicht.

Auch in Bezug auf die Grand-Prix-Erfahrung ist Verstappen außergewöhnlich. Über 230 F1-Starts – eine Zahl, die niemand sonst vor dem Aufstellen an der Nürburgring-Startlinie erreicht hat. Dies bestätigt seinen Status als einer der erfolgreichsten und erfahrensten Fahrer seiner Generation. Allerdings muss man bedenken, dass der aktuelle F1-Kalender eine deutlich höhere Anzahl an Rennen vorsieht als früher, was diese Erfahrungszahlen naturgemäß erhöht.

Noch unerreichbare Langstrecken-Rekorde

Trotz seines überragenden Status in der F1 bleiben einige spezifische Rekorde der 24 Stunden vom Nürburgring für den Niederländer vorerst außer Reichweite. Hans-Joachim Stuck beispielsweise hält mit 19 Teilnahmen zwischen 1970 und 2011, gekrönt von drei Siegen, den absoluten Rekord. Markus Winkelhock gehört mit 16 Starts und ebenfalls drei Erfolgen zu den prägenden Figuren dieses Rennens. Nicht zu vergessen ist Pedro Lamy, der mit fünf Gesamtsiegen erfolgreichste ehemalige F1-Fahrer in der Geschichte der Veranstaltung.

Diese Zahlen zeigen, wie tief das Engagement einiger Fahrer für die Langstrecke und die Nordschleife reicht. Seinen Namen dort einzutragen, erfordert Beständigkeit und unerschütterliche Treue, weit entfernt von den kürzeren Saisons und vertraglichen Verpflichtungen der modernen Formel 1.

Eine deutsche Kolonie auf der Nordschleife

Wie bei einem Rennen in Deutschland zu erwarten ist, war die Präsenz lokaler Fahrer aus der Formel 1 schon immer signifikant. Namen wie Bernd Schneider, Christian Danner oder Heinz-Harald Frentzen wagten den Schritt, wechselten von den F1-Einsitzern zu GT-Fahrzeugen auf der anspruchsvollen Eifelstrecke. Diese Brücke zwischen den beiden Disziplinen zeugt von der universellen Anziehungskraft der Nordschleife und der Fähigkeit der Fahrer, sich an radikal unterschiedliche Fahrstile und Autos anzupassen.

24h Nürburgring: Max Verstappen fordert den "Grünen Teufel" heraus

Max Verstappen wird am Steuer eines Mercedes-AMG GT3 starten, einer gefürchteten Maschine auf dieser Strecke.

Ziel: Sieg für das Ausnahmetalent

Die brennende Frage: Wo wird sich Max Verstappen in diesem Pantheon positionieren? Bei seinen jüngsten Auftritten in der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) hat der Niederländer bewiesen, dass er sofort in der Lage ist, an der Spitze mitzukämpfen. Er lieferte sich harte Duelle um die Führung mit GT-Spezialisten wie Christopher Haase. Beim zweiten Lauf der NLS überquerte er sogar als Erster die Ziellinie, zusammen mit Jules Gounon und Dani Juncadella, bevor er wegen eines technischen Vergehens disqualifiziert wurde.

Ein Sieg bei seiner ersten Teilnahme wäre eine sensationelle Leistung und würde ihn sofort auf Augenhöhe mit Niki Lauda in den Annalen platzieren. Aber auch ohne diesen Erfolg wird die gesammelte Erfahrung wertvoll sein. Das Ziel, mit einem konkurrenzfähigen Team und Auto, bleibt klar der Kampf um den Sieg. Was auch immer passiert, Max Verstappens Teilnahme an den 24 Stunden vom Nürburgring ist ein bemerkenswertes Ereignis, ein weiterer Schritt in der Faszination, die die Nordschleife auf Formel-1-Stars ausübt.

Max Verstappen und die F1-Piloten bei den 24h Nürburgring: Das Wichtigste im Überblick

  • Max Verstappen, vierfacher F1-Weltmeister, gibt sein Debüt bei den 24 Stunden vom Nürburgring.
  • Er schließt sich einem erlesenen Kreis von über 30 F1-Fahrern an, die an diesem mythischen Rennen teilgenommen haben.
  • Mit vier F1-Titeln verfügt Verstappen über die beeindruckendste Bilanz aller ehemaligen F1-Fahrer, die auf dem Nürburgring gefahren sind.
  • Niki Lauda ist der einzige F1-Weltmeister, der die Veranstaltung 1973 gewonnen hat.
  • Rekorde bei Teilnahmen (Stuck) und Siegen (Lamy) gehören anderen ehemaligen F1-Fahrern.
  • Verstappens Ziel ist es, bereits bei seiner ersten Teilnahme um den Sieg zu kämpfen.

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