Nach einer enttäuschenden Saison 2025, die von einem nahezu vollständigen Entwicklungsstopp geprägt war, kehrt Alpine mit einem ehrgeizigen Projekt 2026 zurück. Das Team positioniert sich nun an der Spitze des Feldes, insbesondere dank seiner Partnerschaft mit Mercedes. Eine Dynamik, die im Laufe des Jahres für Überraschungen sorgen könnte.
Ein Comeback im Rampenlicht
Alpine hat beschlossen, großen Wert darauf zu legen, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Nachdem die Entwicklung ihres 2025er Autos nur wenige Monate nach seinem ersten Auftritt auf der Strecke nahezu eingestellt wurde, hat das Team alle seine Ressourcen auf das Projekt 2026 konzentriert. Diese gewagte Entscheidung hat sich ausgezahlt, da das französisch-britische Team derzeit den fünften Platz in der Gesamtwertung nach drei Grand Prix belegt und sogar Teams wie Red Bull hinter sich lässt.
Pierre Gasly hat sich seinerseits hervorgetan, indem er sich beim Grand Prix von China und Japan auf den siebten Platz qualifizierte, wo er jeweils als Sechster und Siebter ins Ziel kam. Zum Vergleich: Alpine hatte in der gesamten vorherigen Saison nur 22 Punkte gesammelt. Die Fortschritte sind also unbestreitbar.
Die Worte von Alan Permane: Vertrauen und Realismus
Der Direktor von Racing Bulls, Alan Permane, verbirgt seine Zufriedenheit über die Leistungen von Alpine nicht. „Ich denke nicht, dass die Leistung von Alpine eine Überraschung ist, ehrlich gesagt. Wir wussten, dass sie auf den Mercedes-Motor umsteigen, also dachten wir, dass sie in dieser Konfiguration sehr wettbewerbsfähig sein würden.“ Diese Aussage wirft eine entscheidende Frage auf: Wie hat das Team eine solche Transformation geschafft?
Permane fügt hinzu: „Sie haben die Entwicklung ihres Autos im letzten Jahr nahezu eingestellt, um sich vollständig auf das von 2026 zu konzentrieren.“ Eine riskante Entscheidung, die sich jedoch auszuzahlen scheint. Die beiden A526, die nun mit Mercedes-Motoren ausgestattet sind, zeigen auf der Strecke eine echte Wettbewerbsfähigkeit. Die Leistung von Gasly beim Grand Prix von Japan, wo er fast das gesamte Rennen gegen Max Verstappen bestand, ist ein greifbarer Beweis dafür.

Ein gemischtes Bild für Racing Bulls
Im Vergleich zu Alpine bleiben die Leistungen von Racing Bulls ermutigend, aber gemischt. Das Team belegte den fünften Platz in Melbourne, den achten in Shanghai und den siebten in Suzuka. Mit insgesamt 14 Punkten, die von Liam Lawson und Arvid Lindblad gesammelt wurden, hofft das Team auf noch bessere Ergebnisse. Permane kommentiert: „Ich denke, wir zahlen ein wenig den Preis für unsere Leistung im Vergleich zu unseren direkten Konkurrenten.“ Eine realistische Einschätzung, die die Herausforderungen offenbart.
Der Direktor ist der Meinung, dass Verbesserungen notwendig sind, um die Position des Teams im Feld zu verbessern: „Das Auto funktioniert gut, aber wir benötigen mehr aerodynamischen Abtrieb.“ Diese technischen Verbesserungen werden entscheidend sein, um eine wettbewerbsfähige Dynamik in den kommenden Rennen aufrechtzuerhalten.
Auf dem Weg in eine vielversprechende Zukunft mit entscheidenden Entwicklungen
Während die Saison spannend wird, werden bei den kommenden Rennen in Miami und Montreal bedeutende Entwicklungen erwartet. Nach der Absage der Rennen Mitte April im Nahen Osten aufgrund der Konflikte im Iran wird Racing Bulls ein Update einführen, das für Montreal vorgesehen ist und das ursprünglich für Miami gedacht war.
Permane bleibt optimistisch: „Ich erwarte, dass die kommenden Entwicklungen uns voranbringen und uns näher an den Kampf im Mittelfeld bringen.“ Im Moment schwankt das Team zwischen dem Mittelfeld und dem hinteren Teil des Feldes. Dennoch sind kontinuierliche Verbesserungen geplant.

Ein harter Wettbewerb im Mittelfeld
Liam Lawson zeigt sich ebenfalls zuversichtlich gegenüber den bevorstehenden Herausforderungen. „Ich bin sehr zuversichtlich in unsere Fähigkeit, mit den anderen Teams im Mittelfeld Schritt zu halten oder sogar besser abzuschneiden.“ Der junge Fahrer sieht eine strahlende Zukunft, trotz eines leicht zurückhaltenden Starts im Vergleich zu einigen konkurrierenden Teams.
Mit mehreren entscheidenden Entwicklungen, die vor der Sommerpause erwartet werden, scheint Racing Bulls gut gerüstet zu sein, um die Herausforderung anzunehmen. Lawson betont die Bedeutung eines kontinuierlichen Fortschritts: „Wir haben bereits einen guten Schritt zwischen Bahrain und Melbourne gemacht.“ Kleine Verbesserungen werden fast bei jedem Rennen vorgenommen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Die Spitzenreiter einholen: eine kolossale Herausforderung
Dennoch bleibt Permane vorsichtig hinsichtlich der Möglichkeit, die Spitzenmannschaften einzuholen. „Um die Spitzenmannschaften zu erreichen, bin ich mir nicht sicher, ob das einfach ist.“ Trotz dieser Schwierigkeit versichert er, dass Racing Bulls alles tun wird, um dies zu erreichen. Das Ziel ist klar: im Rennen zu bleiben, das aus Alpine, Haas und Audi besteht.
„Es wird in diesem Jahr schwierig sein, aber lassen Sie uns sehen, was wir tun können.“ Ein Mantra, das die gesamte Saison voller Unsicherheiten und Hoffnungen zusammenfassen könnte. Alpine hat es geschafft, aus seinen vergangenen Fehlern zu lernen; jetzt bleibt abzuwarten, ob Racing Bulls dasselbe tun kann.
Zusammenfassung
- Alpine gewinnt mit seinem Projekt 2026 zurück an Vertrauen.
- Pierre Gasly glänzt mit soliden Leistungen.
- Racing Bulls kämpft darum, seine Position im Mittelfeld zu halten.
- Kritische Updates sind für Miami und Montreal geplant.
- Schwierigkeiten werden erwartet, um die Top-Teams einzuholen.
