Der Dakar, dieses Marathon der Geschwindigkeit und der Ausdauer, hat nach einem Ruhetag seine Rechte zurückerlangt, und was für ein Spektakel! Beim Verlassen von Riyadh in Richtung Wadi Ad-Dawasir hatten die Teilnehmer eine Sonderprüfung von 462 km, die ihre Regelmäßigkeit und ihre Fähigkeit, ohne Fehler zu navigieren, auf die Probe stellte. Die Fahrer, wie moderne Gladiatoren auf ihrer sandigen Arena, kämpften mit spürbarer Intensität und ließen Wendungen erkennen, die den größten Actionfilmen würdig sind.
Eine Sonderprüfung unter Hochspannung
Die ersten Stunden dieser Etappe waren geprägt von einem erbitterten Duell zwischen mehreren Anwärtern auf den Sieg. Mathieu Serradori übernahm zunächst die Führung, dicht gefolgt von Mattias Ekström und Henk Lategan, der mit seinem Toyota Hilux wie ein Pfeil über die Dünen zu fliegen schien. Die Startposition spielte eine entscheidende Rolle, und Nasser Al-Attiyah, der Führende der Gesamtwertung, musste die Strecke eröffnen, eine große Herausforderung, die ihn nicht unberührt ließ.
Die Dacias hingegen navigierten gegen den Strom und hielten sich gegenüber entschlossenen Gegnern wacker. Das Tempo war rasend, aber jeder wusste, dass die Navigation der Schlüssel in diesem Staub- und Sanddschungel blieb.
Lategan verliert die Etappe in den letzten Kilometern

Henk Lategan schien gut auf dem Weg zu sein, sich nach dem Verlust seiner Führung während der Marathonetappe zu revanchieren. Lange Zeit war er der Schnellste des Tages und flirtete mit dem ersten Platz. Doch in einer tragischen Wendung, die einem Hollywood-Drehbuch würdig ist, verlor er kurz vor der Ziellinie mehr als acht Minuten. Das Rätsel um die Gründe für dieses Versagen bleibt ungelöst, aber sein Toyota Hilux überquerte die Ziellinie mit sichtbaren Spuren.
Der Etappensieg ging schließlich an Mattias Ekström, der es schaffte, seinen zweiten Tagessieg der Ausgabe 2026 zu erringen. Mit 4 Minuten und 27 Sekunden Vorsprung auf Joao Ferreira (Toyota) und 4 Minuten und 55 Sekunden auf Mitch Guthrie bewies der Schwede, dass er hungrig nach Erfolg ist. Nasser Al-Attiyah hingegen beendete das Rennen mit 7 Minuten und 24 Sekunden Rückstand, behielt jedoch die Führung in der Gesamtwertung.
Die Spannung bleibt hoch, während wir uns der längsten Sonderprüfung dieser Ausgabe nähern. Mattias Ekström, nun der Zweite mit 4 Minuten und 47 Sekunden Rückstand auf den Katarer, weiß, dass er eine gute Karte zu spielen hat.
Vorläufige Gesamtwertung nach Etappe 7 (Autos)
Die Wertung ist eng: Nasser Al-Attiyah bleibt Führender, dicht gefolgt von Mattias Ekström und Henk Lategan, der nun Dritter mit 7 Minuten und 21 Sekunden Rückstand ist. Nani Roma, der die fünfte Etappe früher am Tag gewonnen hat, ist Vierter mit 8 Minuten und 25 Sekunden Rückstand, während Sébastien Loeb wertvolle Sekunden sammelt, um den Abstand zu Al-Attiyah, der nun 15 Minuten und 39 Sekunden beträgt, zu verringern.
Der große Coup von KTM

Im Motorradlager hat Daniel Sanders erneut seinen Wert bewiesen. Als Sechster in dieser Wiederaufnahmesonderprüfung gestartet, war er der Schnellste des Tages und setzte sich mit 4 Minuten und 47 Sekunden Vorsprung auf Edgar Canet und 4 Minuten und 57 Sekunden auf Adrien van Beveren durch. Der Franzose äußerte seine Zufriedenheit: „Es war sehr, sehr schnell und das Motorrad läuft super.“ Seine Anpassungen an der Federung haben offensichtlich Früchte getragen.
Daniel Sanders, der Führende in der Gesamtwertung, hat seinen Vorsprung trotz seiner Rolle als Eröffner ausgebaut, während Ricky Brabec weiterhin eine Bedrohung mit seiner Honda darstellt. Das Führungs-Trio zieht enger zusammen, und jede Minute zählt in diesem teuflischen Rennen.
Vorläufige Gesamtwertung nach Etappe 7 (Motorräder)
Der Kampf um das Podium verspricht spannend zu werden, da der Wettbewerb zwischen den KTM- und Honda-Fahrern intensiver wird. Am Vorabend einer neuen entscheidenden Etappe weiß jeder Fahrer, dass der kleinste Fehler teuer zu stehen kommen kann. So zeigt sich, dass beim Dakar der Sieg sowohl im Sand als auch im Kopf entschieden wird!

