Die erste Etappe der Dakar 2026 verwandelte sich schnell in einen Albtraum für den Titelverteidiger Yazeed Al-Rajhi. Am Steuer seines Toyota Hilux erlebte er ein Missgeschick, das teuer werden könnte auf der Suche nach dem Sieg. Zwischen Navigationsfehlern und Strafen beginnt das Rallye schlecht für das Overdrive-Team.
Ein vielversprechendes Prolog, aber eine katastrophale Sonderprüfung
Beim Prolog schien alles gut zu laufen für Yazeed Al-Rajhi. Mit einem sechsten Platz in der Gesamtwertung war die Hoffnung erlaubt. Doch die erste Sonderprüfung, die für die Gesamtwertung zählt, verwandelte sich in einen echten Absturz. Tatsächlich beendete Al-Rajhi auf dem 36. Platz, mit einem Rückstand von 28 Minuten und 52 Sekunden auf den Sieger, Guillaume de Mévius. Diese Diskrepanz ist umso schwerer zu verdauen, da sie hätte vermieden werden können.
Strafen, die die Gesamtwertung belasten
Die Situation verschlechterte sich mit zwei Strafen, die von den Rennkommissaren verhängt wurden. Die erste, eine Strafe von 15 Minuten, wurde für das Verpassen eines obligatorischen Kontrollpunkts verhängt. Die zweite, von einer Minute, betrifft eine Geschwindigkeitsüberschreitung in einem regulierten Bereich. Insgesamt sind das fast 16 Minuten, die verloren gingen, zuzüglich der 13 weiteren Minuten Rückstand, die während der Sonderprüfung angesammelt wurden. Das ist eine besonders belastende Bilanz für den Titelverteidiger.
Der Navigationsfehler: eine entscheidende Wende
Yazeed Al-Rajhi erklärte, dass der Navigationsfehler entscheidend für diese Enttäuschung war. „In einem komplizierten Abschnitt mit vielen Schluchten haben wir den falschen Weg gewählt, obwohl Timo das richtige Gefühl hatte,“ sagte er. Das Duo versuchte, seinen Fehler wieder gutzumachen, aber der Staub, der von den Konkurrenten aufgewirbelt wurde, reichte nicht aus, um sie rechtzeitig auf den richtigen Weg zu bringen. Dies führte zu einem wenig idealen Start in diese Dakar, ein harter Schlag für ihre Ambitionen.
Reifenpannen, die die Schwierigkeiten verstärken
Um das Ganze abzurunden, kamen zwei Reifenpannen hinzu, die die Bilanz dieses bereits schwierigen Tages belasteten. Diese Vorfälle traten recht früh in der Sonderprüfung auf und erhöhten den Stress und den Druck auf das Team. Reifenpannen sind häufige Unvorhersehbarkeiten in dieser Art von Wettbewerb, aber sie kommen oft zu bereits kostspieligen Fehlern hinzu. In diesem speziellen Fall verstärkten sie die Schwierigkeiten, mit denen der Toyota Hilux konfrontiert war.
Eine Reaktion voller Entschlossenheit
Trotz dieses chaotischen Starts bleibt Timo Gottschalk optimistisch. „Auch wenn wir recht schnell wieder auf die richtige Strecke zurückgekehrt sind, haben wir leider den nächsten Wegpunkt vor dem vorherigen validiert, was uns eine Strafe einbrachte,“ präzisierte er. Seine Botschaft ist klar: Man darf nicht aufgeben. „Das ist kein guter Start, aber es liegt noch viel Weg vor uns. Wir werden versuchen, in den nächsten zwölf Etappen so viel Zeit wie möglich gutzumachen.“
Eine Zukunft voller Unsicherheiten
Die nächste Etappe, die zwischen Yanbu und Al-Ula stattfinden wird, verspricht gefürchtet zu werden. Die wenig beneidenswerte Startposition von Al-Rajhi könnte sich jedoch in eine unerwartete Gelegenheit verwandeln. Die Herausforderungen sind zahlreich und jede Minute zählt in diesem rasanten Rennen durch die Wüstenlandschaften.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses erste Kapitel der Dakar 2026 für Yazeed Al-Rajhi und sein Team alles andere als ideal ist. Weit davon entfernt, sich von dieser Reihe unglücklicher Ereignisse entmutigen zu lassen, müssen sie einen Weg finden, schnell wieder aufzustehen. Resilienz ist das Schlüsselwort in diesem Rennen, in dem sich alles in einem Augenblick ändern kann.
Gespräche geführt von Bjorn Smit
