Eine Woche voller Intensität und Adrenalin ist in Sepang zu Ende gegangen, wo die MotoGP-Fahrer ihre Maschinen für die Saison 2026 optimieren konnten. Auf dem Programm standen schnelle Runden, Rennsimulationen und einige Überraschungen auf dem malaysischen Asphalt. Mit einer überwältigenden Dominanz der Ducati GP26 war die Show den Erwartungen entsprechend.

Ein vielversprechender Start für Ducati

Der Donnerstag markierte das Ende einer Testwoche in Sepang, in der die Fahrer die Gelegenheit hatten, ihre Maschinen unter der brennenden Sonne Malaysias zu testen. Während des Shakedowns nahmen die Testfahrer und Neulinge die Strecke in Angriff, aber ab Dienstag trat das gesamte Feld in den Wettkampf ein, um ihre Leistungen zu optimieren. Von Beginn der Tests an stachen die vier Ducati-Fahrer hervor und übernahmen schnell die Führung mit beeindruckenden Zeiten.

Am Nachmittag starteten die Teams in Rennsimulationen. Einmal mehr glänzte die neue Ducati und bestätigte ihren Status als Favoritin. Álex Márquez, der bereits am Morgen einen starken Eindruck hinterlassen hatte, konnte sein Tempo halten und die Tagesbestzeit aufstellen. Eine Leistung, die die Kraft und das Potenzial der italienischen Maschine unter Beweis stellt.

Marco Bezzecchi, der Fahrer des VR46-Teams, gelang es, sich mit nur 0,124 Sekunden Rückstand an Márquez heranzutasten. Er war der einzige, der seine Zeit im Top 10 verbesserte und damit andere Schwergewichte wie Fabio Di Giannantonio, Marc Márquez und Pecco Bagnaia übertraf. Dieser Saisonstart verspricht viel für Ducati.

Es ist erwähnenswert, dass Marc Márquez einen Sturz ohne gravierende Folgen hatte, was zeigt, dass selbst die Besten nicht vor den Unwägbarkeiten der Strecke gefeit sind. Der spanische Fahrer wurde auf einer Ducati gesehen, die schwarze Verkleidungselemente aufwies, ein Zeichen für laufende Experimente.

Ducati an der Spitze: Die ersten Eindrücke der Tests in Sepang 2026

Marc Márquez testete diese Woche verschiedene aerodynamische Konfigurationen, ein entscheidender Faktor zur Optimierung der Leistung.

Yamaha: Vorsicht und Strategie

Auf der Yamaha-Seite war die Stimmung zurückhaltender. Am Mittwoch entschied sich das Team, keine Risiken einzugehen, nachdem die V4 von Fabio Quartararo und Toprak Razgatlioglu technische Probleme hatten. Dringliche Analysen ermöglichten es dem Hersteller, einen neuen Motor einzuführen, der den traditionellen Reihen-Vierzylinder ersetzen soll. Die Fahrer erhielten jedoch strenge Anweisungen, den Motor nicht an seine Grenzen zu treiben.

Álex Rins war der beste Vertreter von Yamaha und belegte den 12. Platz. Im Gegensatz dazu beendeten Jack Miller, Razgatlioglu und Augusto Fernández das Rennen am Ende des Feldes, was für eine Marke, die in dieser Saison auf das Podium zielt, nicht ideal ist. Quartararo, der sich nach einem Sturz verletzt hatte, war abwesend, sodass die anderen Fahrer die Erwartungen managen mussten.

Johann Zarco hatte ebenfalls Schwierigkeiten mit seiner neuen Honda und belegte den 15. Platz. Er gab zu, dass er Schwierigkeiten hatte, sich auf dieser neuen Maschine zurechtzufinden. Luca Marini, der zu Beginn des Tages technische Probleme hatte, konnte am Nachmittag seine Zeit verbessern, aber das reicht nicht aus, um die Fans zu beruhigen.

Auf zur Saisonpräsentation

Die Fahrer bleiben in Malaysia für die große Saisonpräsentation, die für Samstag geplant ist. Dies wird ein entscheidender Moment vor dem letzten Test in Buriram in zwei Wochen, kurz vor dem Start des Meisterschafts auf derselben Strecke. Die Erwartungen steigen auch rund um die potenzielle Rückkehr von Quartararo, während man hofft, Jorge Martín in diesem Jahr zum ersten Mal auf der Strecke zu sehen. Fermín Aldeguer bleibt für diesen Termin unsicher.

Die Saison 2026 verspricht bereits spannend zu werden, mit entscheidenden Herausforderungen für jeden Hersteller. Die Teams müssen ihre Strategien verfeinern, um mit der gefürchteten Maschine von Ducati konkurrieren zu können.

Test Sepang, Tag 3 – Stand um 13 Uhr

Die Ranglisten am Ende dieses Tages zeigen deutlich, wo jeder Fahrer und Hersteller steht. Mit fortschreitender Vorsaison wird es interessant sein zu sehen, wie sich diese Leistungen in den offiziellen Rennen niederschlagen. Während einige um Ruhm und Podiumsplätze kämpfen, müssen andere hart arbeiten, um aufzuholen.

Mit Ducati an der Spitze und Herausforderern wie KTM und Aprilia im Nacken ist das Adrenalin bereits spürbar. Treffen wir uns in ein paar Wochen in Buriram, um herauszufinden, ob sich diese ersten Eindrücke auf der Strecke in Erfolg umsetzen werden.

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