Die Saison 2026 der Formel 1 weckt bereits Leidenschaften, und die Prognosen gehen munter weiter. Helmut Marko, obwohl er nicht mehr Berater bei Red Bull ist, zögert nicht zu behaupten, dass der zukünftige Champion möglicherweise von Mercedes motorisiert wird. Eine Perspektive, die nicht alle Akteure im Paddock erfreut, da die Erinnerungen an die Dominanz des deutschen Teams noch frisch sind.
Ungewissheiten in Sicht
Wer wird 2026 Weltmeister? Obwohl die vorherige Saison noch nicht begonnen hat, beschäftigt diese Frage die Gedanken aller Formel-1-Enthusiasten Formel 1. Die bevorstehenden Regeländerungen versprechen, die etablierte Hierarchie durcheinanderzubringen, und es ist schwierig, sich eine Zukunft vorzustellen, in der die Karten neu gemischt werden. Selbst hinter den Kulissen der Teams ist es schwer zu erkennen, was in den Garagen vorbereitet wird.
Helmut Marko, ehemaliger Berater des Red Bull-Teams, hat die Entwicklung des neuen Motors, das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit Ford, genau verfolgt. Obwohl er seinen Posten im letzten Dezember verlassen hat, bleibt seine Meinung einflussreich. Auf die Frage nach seinen Vorhersagen für die Fahrermeisterschaft 2026 macht er kein Geheimnis aus seinen Befürchtungen: „Ich fürchte, es wird ein Fahrer sein, der von Mercedes motorisiert wird.“
Ein bereits bekanntes Szenario?
Marko erinnert sich an die Erinnerungen an eine überwältigende Dominanz in der Saison 2014, als Mercedes einen phänomenalen Vorsprung vor seinen Konkurrenten hatte. „Ich hoffe, dass wir nicht in eine solche Situation zurückkehren“, gesteht er dem Sender ORF. „Nach dem, was wir hören, scheint Mercedes heute der am weitesten fortgeschrittene in der Motorenentwicklung zu sein.“
Diese Besorgnis über den potenziellen Abstand zwischen den Teams für die Saison 2026 wird durch die Leistungen in der Saison 2025 verstärkt. Qualifikationen, in denen die Autos so nah beieinander waren, dass man an einen engen Wettbewerb glauben könnte. Aber Marko befürchtet, dass diese Dynamik nur eine ferne Erinnerung sein könnte.
Eine Hierarchie, die sich vertiefen könnte
Die letzte Saison der Formel 1 war geprägt von extrem umkämpften Qualifikationen, in denen die Abstände zwischen den Fahrern minimal waren. Für 2026 befürchtet Marko, dass sich diese Abstände verschärfen könnten. „Letztes Jahr war das Feld nie so eng“, betont er. „Es gab Rennen, in denen 20 Autos in weniger als sieben Zehntelsekunden in der Qualifikation lagen. Ich denke, dieser Abstand wird sich erheblich vergrößern.“

Während der Q1 der Qualifikation des GP von São Paulo 2025 standen 17 Autos in derselben Sekunde. Diese beeindruckende Leistung wirft Fragen für die Zukunft auf, da die zunehmende Komplexität der Vorschriften zu deutlich größeren Unterschieden im Jahr 2026 führen könnte.
Marko erklärt: „Zwischen dem Chassis, den flexiblen Flügeln und vor allem den Batterieleistungen spielen viele Parameter eine Rolle. Man muss auch den Verbrennungsmotor, die Batterie und dann die Software berücksichtigen. Hinzu kommt der CO2-neutrale Kraftstoff.“ Eine Alchemie, die das Gleichgewicht zugunsten der Leistungsstärkeren verschieben könnte.
Die Rolle der Fahrer wichtiger denn je
Mit der Einführung der aktiven Aerodynamik und der verschiedenen Modi wie „Überholen“, „Boost“ oder „Kurve“ wird das Fahren 2026 eine noch wichtigere Dimension annehmen. Marko ist der Meinung, dass diese Entwicklungen einigen Fahrern zugutekommen werden, die in der Lage sind, von diesen neuen Technologien zu profitieren: „Der Fahrer wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, wie er die Energie nutzt, wann er sie zurückgewinnt usw.“
Er fügt hinzu, dass reines Talent entscheidend sein wird, um sich in diesen neuen Rahmenbedingungen zurechtzufinden: „Ein Fahrer wie Max [Verstappen] wird im Vorteil sein, da er in der Lage ist, sehr schnell zu fahren und gleichzeitig nachzudenken.“ Aber Marko betont auch, dass Veteranen wie Fernando Alonso sich ebenfalls anpassen und in dieser neuen Ära ihre Vorteile nutzen könnten.
Eine ungewisse, aber spannende Zukunft
Die Saison 2026 verspricht einen entscheidenden Wendepunkt für die Formel 1, mit einer Hierarchie, die sich unter dem Einfluss neuer Motoren und Vorschriften neu gestalten könnte. Wenn Helmut Marko Mercedes als Favoriten bezeichnet, ist im Motorsport nichts in Stein gemeißelt. Überraschungen sind an der Tagesordnung, und jede Saison hält ihre eigenen Unwägbarkeiten bereit.
Um diese neue Saison zu verfolgen und herauszufinden, wer Weltmeister wird, muss man ein waches Auge auf die Leistungen der verschiedenen Teams und die Entwicklung der Technologien haben. Eines ist sicher: Die Leidenschaft für die Formel 1 wird niemals erlöschen, solange mutige Fahrer und beeindruckende Maschinen am Start sind.


