Seit 2019 ist die Partnerschaft zwischen KTM und Tech3 ein echter Erfolg, der das französische Team ins Rampenlicht gerückt hat. Während die Zukunft vielversprechend aussieht mit der Einführung neuer Regelungen, zeigen beide Parteien den gemeinsamen Willen, dieses Abenteuer zusammen fortzusetzen. In einer Welt, in der Verträge so schnell erneuert werden wie ein Motorrad auf der Strecke, bleibt die Priorität für KTM klar: vier Motorräder auf der Startaufstellung im Jahr 2027 zu halten.

Eine erfolgreiche Allianz seit 2019

Die Geschichte zwischen KTM und Tech3 begann 2019, und das Wenigste, was man sagen kann, ist, dass diese Partnerschaft schnell Früchte getragen hat. Das in Bormes-les-Mimosas ansässige Team gewann bereits in seiner ersten Saison zwei Rennen und bewies damit seine Fähigkeit, mit den besten Teams der MotoGP zu konkurrieren. Dieser anfängliche Erfolg ermöglichte es Tech3, mehr als nur ein einfacher Partner zu werden; sie passten sich der Geschäftsstrategie von KTM an und trugen sogar die Logos von Gasgas in 2023 und 2024. Die Nähe zwischen den beiden Teams hat sich verstärkt, mit nun fast identischen Designs, die eine visuelle Einheit auf der Startaufstellung schaffen.

Finanzielle Herausforderungen zu überwinden

Diese schöne Geschichte wurde jedoch durch finanzielle Schwierigkeiten, die KTM vor einem Jahr hatte, beeinträchtigt. Zu diesem Zeitpunkt war das Budget für den Wettbewerb in Frage gestellt, was Zweifel an der Aufrechterhaltung eines Programms mit vier Motorrädern für 2027 aufwarf. Dieses Jahr wird die Einführung einer neuen technischen Regelung markieren, aber auch einen neuen Zyklus in den Handelsabkommen zwischen den Marken und den Satellitenteams. Eine Phase der Unsicherheit, die das Ende ihrer Zusammenarbeit hätte bedeuten können.

Doch KTM konnte die Situation stabilisieren, und während einer gemeinsamen Präsentation der Motorräder des offiziellen Teams und von Tech3 zeigten beide Parteien den erneuerten Willen, ihre Partnerschaft fortzusetzen. Es scheinen keine Hindernisse auf ihrem Weg zu stehen, und die neuen Eigentümer von Tech3, unter der Leitung von Günther Steiner, hoffen, 2027 weiterhin KTM in ihrem Team zu haben.

Die Vertragsverlängerung im Blick

Nicolas Goyon, Teammanager von Tech3, hat klar festgestellt, dass der erste Schritt zur Verlängerung darin besteht, die Marke des Motorrads festzulegen. „Wie wir wissen, läuft unser Vertrag mit KTM am Ende des Jahres aus. Unsere Hauptoption ist, bei KTM zu bleiben, aber solange das Motorrad nicht entschieden ist, ist es schwierig, mit verschiedenen Fahrern zu verhandeln“, erklärte er. Für Goyon ist es daher dringend erforderlich, die Basis festzulegen, bevor man in die Zukunft blickt.

KTM und Tech3: Eine Partnerschaft, die sich bis 2027 verstärkt

KTM möchte 2027 vier Motorräder behalten.

Die Ambitionen von KTM für die Zukunft

Pit Beirer, der an der Spitze von KTM steht, teilt diese Ambition. Er hat die Vertragsverlängerung mit Tech3 kürzlich als „Priorität Nummer eins“ bezeichnet. In einem Gespräch mit Günther Steiner betonte er die Bedeutung, vier KTM auf der Startaufstellung zu halten, was seiner Meinung nach notwendig ist. Allerdings können die Gespräche nicht vorankommen, solange die Handelsabkommen zwischen den Herstellern in der MotoGP und Dorna Sports, dem Promoter der Meisterschaft, für 2027 nicht abgeschlossen sind.

„Derzeit hat kein Hersteller einen Vertrag mit Dorna für die nächste Vertragsperiode. Deshalb hat niemand einen Vertrag mit einem Satellitenteam, solange die Situation nicht geklärt ist“, erklärte Beirer. Seine Botschaft ist klar: Eine starke Partnerschaft erfordert solide vertragliche Grundlagen.

Eine positive Dynamik zwischen den Akteuren der MotoGP

Das Klima scheint jedoch günstig für eine schnelle Verlängerung der Handelsabkommen. Beirer hat kürzlich die Mitglieder der MSMA (Motorcycle Sports Manufacturers Association) getroffen und spürte einen Konsens über die Notwendigkeit, schnell zu handeln. „Wir haben uns darauf geeinigt, dass es an der Zeit ist. Es bleibt nicht viel Zeit, um einen echten Plan für die Zukunft aufzustellen“, fügte er hinzu.

In der Tat ist es für die Teams unerlässlich, ihre Maschinen für 2026 und darüber hinaus vorzubereiten. „Ich empfinde es als entscheidend, dass wir in den nächsten vier Wochen Klarheit haben“, betonte er. Tech3 stellt einen strategischen Partner für KTM dar, insbesondere in Bezug auf die Entwicklung der Teile und der Ressourcen, die erforderlich sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Ein unverzichtbares Satellitenteam

Beirer verbirgt nicht seine Absicht: „Wir wollen in Zukunft mit Tech3 zusammenbleiben. Ich habe das gleiche Gefühl bei Günther. Wir werden in den kommenden Wochen daran arbeiten.“ Er stellte auch klar, dass der Besitz eines Satellitenteams entscheidend ist, um ein starkes und gesundes MotoGP-Projekt aufrechtzuerhalten. „Vier Motorräder sind die ideale Anzahl. Das ermöglicht den Austausch von Daten und hilft den Fahrern, gemeinsam Fortschritte zu machen“, erklärte er überzeugt.

KTM und Tech3: Eine Partnerschaft, die sich bis 2027 verstärkt

Tech3 sollte 2027 das Satellitenteam von KTM bleiben.

Fazit: Auf dem Weg in eine gemeinsame Zukunft

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Beziehung zwischen KTM und Tech3 stärker ist als je zuvor, trotz der vergangenen Turbulenzen. Beide Parteien sind entschlossen, ihre Zusammenarbeit fortzusetzen und blicken bereits mit Ambitionen auf die Saison 2027. Während sich die MotoGP in neue regulatorische Horizonte entwickelt, scheint die Beibehaltung eines Satellitenteams wie Tech3 eine gewinnende Strategie für KTM zu sein.

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