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MotoGP: Márquez zeigt im Training auf dem Hungaroring seine alte Stärke

Bei wiedererwärmten Temperaturen auf dem Hungaroring hat Marc Márquez im zweiten freien Training die Bestzeit erzielt und damit die guten Eindrücke vom Vortag bestätigt. Der achtfache Weltmeister verwies Fabio Di Giannantonio und das Wunderkind Pedro Acosta auf die Plätze – ein Vorgeschmack auf den Kampf um die Pole Position.

Márquez, der Mann mit acht Titeln, zeigt die Zähne

Nach einem kühlen ersten Trainingstag stieg das Thermometer auf dem Balaton Park Circuit wieder an. Bei 21°C Luft- und 34°C Asphalttemperatur waren die Bedingungen ideal, um schnelle Runden zu drehen und sich auf die Longruns für das Rennen vorzubereiten. Und es war Marc Márquez, der trotz seiner wiederholten Dementis bezüglich seines Favoritenstatus, am besten davon profitierte. Der Spanier, der seit Saisonbeginn um seinen Rhythmus kämpfte, zeigte, dass er nichts von seiner Bissigkeit verloren hat und fuhr die schnellste Zeit in diesem zweiten freien Training.

Acosta, Di Giannantonio und Aldeguer im Schlepptau

Schon in den ersten Minuten zeigte Pedro Acosta, der bereits am Vortag glänzte, dass er dem Routinier nicht kampflos das Feld überlassen will. Der Mann mit den vielen Spitznamen, „El Tiburón“ (der Hai) oder „Acosta-Raptor“, platzierte seine KTM schnell an der Spitze. Raúl Fernández fuhr mit dem neuen Design seiner Aprilia kurzzeitig schneller, doch dann übernahm Fabio Di Giannantonio die Führung. Marc Márquez mischte sich schnell ins Spitzentrio ein, bevor er schließlich die Führung übernahm. Der Spanier distanzierte Di Giannantonio um 0,160 Sekunden, bevor dieser in den letzten Minuten die Führung um 0,024 Sekunden zurückeroberte. Márquez konterte im nächsten Umlauf, trotz einer leichten Behinderung durch Cal Crutchlow (der Johann Zarco ersetzte), und sicherte sich die Bestzeit.

Ducati bestätigt Dominanz, Bagnaia testet neuen Flügel

Die Überlegenheit von Ducati auf dieser Strecke bestätigt sich. Neben der Bestzeit von Márquez sorgte Fabio Di Giannantonio für eine italienische Doppelspitze, trotz anhaltender Schmerzen im kleinen Finger nach dem Sturz von Álex Márquez in Barcelona. Marco Bezzecchi und Pecco Bagnaia komplettieren die Top 10. Letzterer wurde mit einem neuen Heckflügel gesichtet, eine Weiterentwicklung, die bereits an Márquez‘ Maschine zu sehen war und nun von allen offiziellen Ducati-Fahrern übernommen wird. Die Session war auch von einigen jugendlichen Fehlern von Jack Miller und Jorge Martín geprägt, die in Kurve 15 stürzten, aber ohne ernste Folgen.

Acosta auf dem Podium, Quartararo kämpft

Pedro Acosta klettert in dieser Session auf die virtuelle Podiumsplatzierung Nummer drei und bestätigt damit sein außergewöhnliches Potenzial. Hinter ihm finden sich Marco Bezzecchi, Fermín Aldeguer und Pecco Bagnaia. Raúl Fernández, Ai Ogura, Jorge Martín und Luca Marini komplettieren die Top 10. Die negative Überraschung kommt von Fabio Quartararo. Der Weltmeister von 2021 konnte mit seiner Yamaha nicht über den 18. Platz hinausfahren, ein Zeichen für die anhaltenden Schwierigkeiten der Iwata-Firma, auf dieser Strecke wieder zu alter Stärke zurückzufinden.

Das Qualifying verspricht heiß zu werden

Diese freie Trainingssitzung hat direkt den Weg ins Qualifying geebnet. Und das Programm verspricht für einige Top-Fahrer ereignisreich zu werden. Fabio Quartararo und Pecco Bagnaia müssen durch die Q1, wo sie auf eine Meute von Hondas und KTMs treffen (mit der bemerkenswerten Ausnahme von Pedro Acosta). Der Kampf um die Pole Position verspricht intensiv zu werden, mit einem wiedererstarkten Marc Márquez und einer Meute junger Wölfe, die bereit sind, alles zu geben.

Was man aus dieser Sitzung mitnehmen sollte

  • Marc Márquez findet wieder zu alter Form und erzielt die Bestzeit, was die Spannung neu entfacht.
  • Ducati bestätigt seine Dominanz mit einer vorläufigen Doppelspitze und technischen Weiterentwicklungen.
  • Pedro Acosta bestätigt seinen Status als Wunderkind, muss aber noch um die Pole kämpfen.
  • Fabio Quartararo und Pecco Bagnaia müssen durch die Q1, eine Premiere für den Italiener.
  • Die MotoGP verspricht ein atemberaubendes Spektakel mit einem entscheidenden Qualifying.