Marc Márquez dämpft Erwartungen vor dem Ungarn-GP
Nach seiner erneuten Operation kehrt Marc Márquez in den Rennsport zurück und dämpft die Erwartungen vor dem Großen Preis von Ungarn. Obwohl seine rechte Schulter besser ist, lehnt der Spanier den Favoritenstatus ab und konzentriert sich lieber auf seinen eigenen Weg, fernab des Kampfes um den Sieg.
Lehren aus Mugello und Vorsicht in Balaton Park
Nach einem Wochenende in Mugello, das seine Rückkehr in den Wettbewerb markierte, geht Marc Márquez mit der gleichen Philosophie in den Großen Preis von Ungarn: Schritt für Schritt vorangehen, ohne Eile oder übermäßige Ambitionen. Der Spanier, der sich einer Operation an der rechten Schulter unterzog, um eine störende Schraube zu entfernen, spürt eine deutliche Verbesserung. „Ich habe einfach versucht, so zu fahren, wie ich es empfand“, gestand er und betonte, dass die seltenen Momente, in denen er seine Grenzen überschritt, im Training und in der Qualifikation stattfanden, Phasen, in denen die Attacke intensiver ist.
Der Rest des italienischen Wochenendes wurde als „solide“ bezeichnet. Zurück auf dem Balaton Park Circuit plant Márquez, diesen gemessenen Ansatz zu wiederholen. „Hier habe ich die gleiche Herangehensweise“, versicherte er. „Nach Mugello war Eis mein bester Freund, um alles abzukühlen und zu versuchen, mich gut zu erholen. Ich werde versuchen, die gleiche Herangehensweise zu haben und mich auf meinen eigenen Kampf zu konzentrieren.“ Eine Strategie, die darauf abzielt, seine Empfindungen zu festigen und schrittweise wieder in den Rennrhythmus zu finden.
Márquez weist Favoritenrolle zurück: „Vergesst es!“
Während einige, wie Jorge Martín, ihn von Anfang an zu den Siegkandidaten zählen, wischt Marc Márquez diese Idee entschieden beiseite. „Vergesst es!“, sagte er kategorisch. Der Spanier glaubt, dass ein Vergleich mit seiner Dominanz im Vorjahr auf dieser Strecke keinen Sinn ergibt. „Wenn ich um den Sieg oder das Podium kämpfen kann, dann machen die anderen etwas falsch!“, fügte er hinzu und betonte, dass Fahrer wie Marco Bezzecchi und Jorge Martín derzeit auf einem höheren Niveau seien, wie ihre Leistung in Mugello gezeigt habe.
Márquez besteht darauf, dass die wahren Männer, die es zu schlagen gilt, die beiden Aprilia-Fahrer sind. Er erwartet, abgehängt zu werden und sieht keinen Grund, warum er als Favorit gelten sollte, es sei denn, seine Konkurrenten haben Schwierigkeiten. „Wenn wir vergleichen wollen, letztes Jahr in Mugello habe ich die Pole geholt und beide Rennen gewonnen. Hier ist es dasselbe, die gleiche Mentalität: Versuchen, an mir zu arbeiten. Marco, Martín und andere Fahrer sind auf einem anderen Niveau, sie haben mir in Mugello gezeigt, dass sie viel schneller sind.“
Rechte Schulter verbessert sich, aber Muskelkraft lässt auf sich warten
Auf physischer Ebene bestätigt Marc Márquez eine positive Entwicklung seiner rechten Schulter. Das Problem des Drucks auf seinen Radialnerv, der zu Beginn der Saison zu einer Taubheit des Arms führte, scheint behoben zu sein. Er spürt nun andere Empfindungen, obwohl die vollständige Genesung Zeit braucht. „Ich habe in Mugello bereits gespürt, dass bei einigen Muskeln, die nicht richtig funktionierten, jetzt ein Schmerz oder ein anderes Gefühl auftritt, aber das wird Zeit brauchen“, erklärte er.
Der hintere Teil seiner Schulter ist besser, aber der vordere Teil, im Bereich des Schlüsselbeins und des Bizeps, erfordert mehr Arbeit. Dieser Bereich, der bei seinem Sturz in Indonesien verletzt wurde, erfordert eine längere Rehabilitation, da einige Muskeln „völlig leer“ sind. Márquez wartet auf die Entwicklung in den kommenden Wochen und hofft, zwischen den Großen Preisen von Ungarn und Tschechien eine spürbare Veränderung zu spüren. „Ich weiß, dass es nicht schnell gehen wird. Es wird einige Wochen dauern. Um wieder Vertrauen auf dem Motorrad zu gewinnen, muss ich arbeiten. Aber zuerst muss ich meine körperliche Verfassung in Ordnung bringen.“

Marc Márquez spürt seinen Kraftmangel auf seiner Ducati.
Ermutigende Nachrichten von Álex Márquez
Der Weltmeister gab auch Neuigkeiten über seinen Bruder, Álex Márquez, der sich von seinem schweren Sturz in Barcelona vor fast drei Wochen erholt. Die Nachrichten sind positiv: „Es geht ihm besser“, bestätigte Marc. Nach einer schwierigen ersten Woche ließen die Schmerzen nach und Álex beginnt, sich sowohl emotional als auch physisch besser zu fühlen. Er ist bestrebt, wieder am Wettbewerb teilzunehmen, wird aber von einem kompetenten medizinischen Team gut betreut, das darauf achtet, die Schritte seiner Rehabilitation einzuhalten.
„Er will so schnell wie möglich zurück, aber im Rahmen des Möglichen bleiben“, präzisierte Marc und betonte die Weisheit seines Bruders trotz seiner Ungeduld. Ziel ist es, wieder vollständig fit zu werden, ohne seine langfristige Genesung zu gefährden, ein Ansatz, den Marc Márquez selbst rigoros verfolgt.
Was man vom MotoGP-Wochenende in Ungarn mitnehmen sollte
- Márquez‘ vorsichtiger Ansatz: Der Spanier bevorzugt Erholung und Fortschritt gegenüber sofortigem Sieg.
- Favoritenrolle zurückgewiesen: Márquez positioniert sich hinter den Aprilia- und Werk-Ducati-Fahrern.
- Physische Verbesserung: Die rechte Schulter zeigt Heilungsanzeichen, aber die Muskelkraft bleibt eine Herausforderung.
- Langwierige Rehabilitation: Der Weg zur optimalen körperlichen Verfassung wird noch lang sein.
- Gute Nachrichten für Álex Márquez: Der spanische Fahrer erholt sich gut von seinem Sturz.
- Intensiver Wettbewerb: Andere Fahrer werden als derzeit schneller und fitter eingeschätzt.
[Bezzecchi]
[pour ressentir une évolution depuis le Mugello]
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