Supersportwagen

Mercedes-AMG GLE und GLS: V8-Power mit bis zu 604 PS

Die großen AMG-SUVs machen keine halben Sachen. Mit ihrem neuen Biturbo-V8 und einer Leistung, die an die 600 PS kratzt, versprechen die von der Sportsparte von Mercedes verfeinerten GLE und GLS Supercar-Performance in familiären Karosserien. Ein explosives Gemisch, aber zu welchem Preis?

Das Herz des V8 schlägt flach

Bei Mercedes-AMG versteht man etwas von V8-Motoren. Der GLE und der GLS erhalten eine neue Motorisierung, einen 4,0-Liter-Biturbomotor mit Flachkurbelwelle. Diese vom Motorsport inspirierte Konstruktion zielt auf direktere Drehzahlanstiege, einen kernigeren Klang und eine gesteigerte Reaktionsfreudigkeit ab. Das Ergebnis sind 604 PS und ein gargantueskes Drehmoment von 850 Nm. Zur Unterstützung dieser charaktervollen Mechanik trägt ein 48-Volt-Mildhybridsystem mit 23 PS bei, das die Leistungsabgabe abmildert und gleichzeitig den Verbrauch optimiert. Ein notwendiger Kompromiss für Fahrzeuge dieser Größe.

Performance, die der Physik trotzt

Bei solch einer Leistung unter der Haube ist es keine Überraschung, dass diese SUVs die 100 km/h-Marke in weniger als 4 Sekunden durchbrechen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h wird beim GLE in 3,8 Sekunden und beim GLS in 4,2 Sekunden absolviert, bei einer elektronisch abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h. Um diese Leistungsexplosion zu bewältigen, hat Mercedes-AMG die Kraftstoffeinspritzung überarbeitet, die Luftströme optimiert und die Turboaufladung modifiziert. Die Antriebswellen wurden verstärkt, um das zusätzliche Drehmoment aufzunehmen. Im GLS verbessert ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse die Agilität weiter – eine relative Vorstellung für ein Fahrzeug dieser Statur.

Mercedes-AMG GLE und GLS: V8-Power mit bis zu 604 PS

Ein Fahrwerk für Dynamik geschärft

Über den Motor hinaus wurde das dynamische Verhalten intensiv bearbeitet. Das aktive Wankstabilisierungssystem wurde überarbeitet, um die Karosseriebewegungen zu kontrollieren, die besonders bei Lastwechseln beansprucht werden. Luftfederung mit adaptivem Dämpfungssystem ist serienmäßig und verspricht einen hervorragenden Kompromiss zwischen Komfort und Stabilität. Ziel ist es, diesen Kolossen eine überraschende Agilität zu verleihen, weit weg von der Trägheit, die man auf den ersten Blick vermuten könnte. Die direktere Lenkung und die leistungsfähigeren Bremsen vervollständigen das Paket für ein sportliches Fahrerlebnis.

Ein aggressiverer, aber subtiler Look

Optisch sind die Änderungen diskret, aber wirkungsvoll. Die neuen AMG-Kühlergrills mit ihren vertikalen Lamellen, die großzügigeren Lufteinlässe und die neuen Lichtsignaturen verleihen dem GLE und GLS einen geschärften Blick. Die imposanten Felgen, bis zu 23 Zoll beim GLS, unterstreichen ihre athletische Präsenz. Am Heck erinnern die trapezförmigen Doppelendrohre an die Sportlichkeit dieser Versionen. Das Ganze strahlt gebändigte Kraft aus, ohne in übertriebene Ostentation zu verfallen. Eine visuelle Signatur, die diesen High-End-SUVs gut steht.

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Der Preis der Exzesse

Diese AMG-Versionen sind offensichtlich nicht für jeden Geldbeutel erschwinglich. Der Mercedes-AMG GLE 63 S beginnt bei rund 140.000 €, während der GLS 63 S fast 170.000 € kostet. Diese Preise positionieren die SUVs im absoluten Luxussegment. Sie richten sich an eine wohlhabende Kundschaft, die extreme Leistung in einem vielseitigen Fahrzeug sucht, das die ganze Familie mit unvergleichlichem Komfort und starkem Statussymbol transportieren kann. Die Konkurrenz, wenn auch weniger leistungsstark, gibt es bei BMW (X5 M, X7 M60i) oder Audi (RS Q8), aber AMG setzt mit dieser Rückkehr zum V8-Ursprung ein starkes Zeichen.

Fazit: Ein Kraftmonster für den Alltag?

  • Für wen? Wohlhabende Familien mit einer Leidenschaft für Performance, die einen imposanten, luxuriösen SUV suchen, der aufregende Momente bietet, ohne Kompromisse bei Komfort oder Vielseitigkeit einzugehen.
  • Ideale Nutzung: Lange Autobahnfahrten, Landstraßen, wo die Leistung gefahrlos zur Geltung kommen kann, und Familientransporte in einer Oase aus Luxus und Technologie.
  • Die Grenzen: Das beträchtliche Anschaffungs- und Wartungsbudget, der hohe Kraftstoffverbrauch und eine Agilität, die trotz AMGs Bemühungen die eines über 2 Tonnen schweren Fahrzeugs bleibt.
  • Alternativen: BMW X5 M Competition, Audi RS Q8, Porsche Cayenne Turbo GT.
  • Was man mitnehmen sollte: Mercedes-AMG beweist, dass es noch möglich ist, überdimensionierte V8-Verbrenner anzubieten, die in Familien-SUVs erstaunliche Leistungen erbringen, und das alles mit einer Verarbeitungsqualität und Raffinesse, die dem Markennamen gerecht wird.