In den 60er Jahren erlebte Amerika eine Automobilrevolution mit dem Aufkommen luxuriöser Coupés. Der Pontiac Grand Prix und der Oldsmobile Starfire von 1963, beide aus den Tiefen von General Motors, verkörpern diese Ära. Aber was passiert, wenn diese beiden Rivalen auf dem Asphalt aufeinandertreffen? Zwischen zeitloser Eleganz und stilistischem Überfluss, lassen Sie uns gemeinsam die Vorzüge und Schwächen dieser ikonischen Fahrzeuge erkunden.
Historischer Kontext: Der Kampf der GM-Modelle
Zu Beginn der 60er Jahre investierte General Motors eine phänomenale Menge an Energie in einen internen Krieg, um den amerikanischen Markt zu erobern. Mit über 53 % Marktanteil führte GM einen erbitterten Wettbewerb zwischen seinen Divisionen, um die Verbraucher mit immer raffinierteren Modellen zu verführen. In diesem Kontext entstanden der Pontiac Grand Prix und der Oldsmobile Starfire, jeder mit seiner eigenen Vision von Luxus und Sportlichkeit.
Der Starfire wurde 1961 als sportliches Cabriolet eingeführt, um mit dem berühmten Ford Thunderbird zu konkurrieren. Im Gegensatz dazu trat der Grand Prix 1962 auf den Markt und positionierte sich als eine hochwertigere Version des Pontiac Catalina, jedoch ebenso elegant.

Design: Eleganz gegen Exuberanz
Das Design des Grand Prix 1963, orchestriert von Chefdesigner Jack Humbert, ist ein wahres Meisterwerk. Mit einer schlanken Silhouette, übereinanderliegenden Scheinwerfern und einem formalen Dach mit klaren Linien verkörpert er Raffinesse. Im Vergleich dazu präsentiert sich der Oldsmobile Starfire mit einer überladenen Ästhetik, die mit Designelementen aufwartet, die chaotisch wirken können, wie seinen erhöhten Flügeln und den kreuzförmigen Rücklichtern. Letzteres könnte an eine ungeschickte Mischung aus Stilen vergangener Jahrzehnte erinnern.
Die Abmessungen der beiden Modelle offenbaren ebenfalls ihre Unterschiede. Obwohl sie eine gemeinsame Plattform teilen (die berühmte GM B-Car-Plattform), ähneln sich der Grand Prix und der Starfire kaum. Der Grand Prix misst 5,37 Meter in der Länge, während der Starfire 5,44 Meter misst, was zu einem schlankeren Erscheinungsbild des Pontiac führt.
Abmessungen: Starfire vs Grand PrixModellLängeRadstandBreiteHöhe
Grand Prix
5,39 m
3,05 m
2,00 m
1,38 m
Starfire
5,44 m
3,12 m
1,97 m
1,40 m
Im Innenraum: Luxus oder Komfort?
Der Innenraum des Grand Prix, obwohl weniger opulent als der des Starfire, strahlt eine raffinierte Atmosphäre aus. Die Sitze aus Morrokide bieten einen angenehmen Komfort, während das Armaturenbrett, obwohl wenig inspirierend, funktional bleibt. Im Gegensatz dazu zeichnet sich der Oldsmobile durch die Verwendung von echtem Leder und gebürsteten Aluminiumoberflächen aus, die ins Auge fallen.
Dennoch muss man anerkennen, dass der Starfire unter einem überladenen Armaturenbrett leidet, bei dem die Instrumente manchmal ungünstig platziert sind. Der Grand Prix hingegen, auch wenn er weniger ausgeklügelte Ausstattungen bietet, bietet eine intuitivere Ergonomie, insbesondere mit einer umklappbaren Rücklehne für mehr Komfort.
Leistung: Der Motoren-Duell
In Bezug auf die Leistung verspricht der Kampf spannend zu werden. Der Starfire ist mit einem 6,4-Liter-V8-Motor von Oldsmobile ausgestattet, der 345 PS und 440 Nm Drehmoment entwickelt. Dieser Motor, gekoppelt mit einem Hydra-Matic-Automatikgetriebe, bietet ein angenehmes, aber nicht außergewöhnliches Fahrgefühl.
Der Grand Prix hingegen bietet mehrere Motorisierungen, darunter einen 6,4-Liter-V8, der in seiner Tri-Power-Version bis zu 370 PS entwickelt. Obwohl die Basisausführung etwas weniger leistungsstark ist, ermöglichen die verschiedenen Optionen eine Anpassung der Leistung an die Bedürfnisse. So könnte der Grand Prix für Liebhaber von Nervenkitzel die Waage zu seinen Gunsten kippen.
LeistungsvergleichBeschleunigung (0-100 km/h)
Starfire
Grand Prix (313 PS)
Grand Prix (370 PS)
8,5 Sek.
9,9 Sek.
6,6 Sek.
Bremsen und Fahrverhalten: Ein gemeinsames Schwachpunkt
In Bezug auf das Bremsen glänzt keiner der beiden. Beide Fahrzeuge sind mit 11-Zoll-Trommelbremsen ausgestattet, die Schwierigkeiten haben, diese schweren Fahrzeuge zum Stehen zu bringen. Der Grand Prix bietet jedoch eine Option für Aluminiumräder mit acht Bolzen, die die Widerstandsfähigkeit gegen Fading etwas verbessern.
Was das Fahrverhalten betrifft, so ist es typisch für große amerikanische Modelle der damaligen Zeit: komfortabel, aber ungenau. Der Starfire hat einen leichten Vorteil dank einer etwas strafferen Federung, die ein besseres Gefühl der Kontrolle auf kurvenreichen Straßen vermitteln kann.
Fazit: Der Gewinner ist…
Welches Modell setzt sich also in diesem Duell durch? Der Pontiac Grand Prix sticht durch sein elegantes Design und seine überlegene Leistung hervor. Obwohl er einen niedrigeren Einstiegspreis als der Starfire hat, ermöglicht sein Optionspotenzial eine attraktivere Wahl für Enthusiasten. Der Starfire, trotz seiner unbestreitbaren Reize und seines raffinierten Innenraums, kann in Bezug auf Popularität oder kommerziellen Erfolg nicht mit dem Grand Prix mithalten.
Letztendlich, wenn Sie zwischen diesen beiden luxuriösen Coupés wählen müssen, gewinnt der Grand Prix in Stil und Leistung. 1963 wurden etwa 72.959 Einheiten verkauft, während es nur 25.890 für den Starfire waren. Ein Verhältnis, das seinen Erfolg auf einem florierenden Markt belegt.



