Alpine in Monaco: Gasly’s sober assessment as form dips
Nach einem ermutigenden Großen Preis von Kanada fand Alpine im Fürstentum Monaco nicht zu der erwarteten Form zurück. Pierre Gasly äußert sich enttäuscht und bemängelt mangelnde Leistung im Vergleich zu den Erwartungen und den jüngsten Ergebnissen des Teams.
Die Formel 1 gastierte in der legendären Atmosphäre von Monaco, doch der erste Tag verlief für das Alpine-Team durchwachsen. Während der Große Preis von Kanada mit zwei Punktplatzierungen, darunter eine starke Leistung von Franco Colapinto, für frischen Wind sorgte, schienen die französisch-britischen Boliden auf dem Stadtkurs wieder an Boden zu verlieren. Das zweite freie Training, das aussagekräftigste, sah keine einzige A526 in den Top 10 – eine Erkenntnis, die die Hoffnungen auf eine schnelle Bestätigung der aufsteigenden Form dämpfte.
Gasly: Ernüchternde Bestandsaufnahme eines schwierigen Tages
Im Gespräch mit Canal+ nach der Session verhehlte Pierre Gasly seine Enttäuschung nicht. „Ein etwas schwierigerer Tag als gedacht“, gab er zu und betonte die Anstrengungen der Ingenieure, das Auto abzustimmen. „Wir haben seit dem ersten Training einiges ausprobiert, aber ja, es wird heute Abend viel Arbeit geben.“ Der französische Fahrer relativierte jedoch die Annahme, dass aktuelle Formel-1-Autos das Fahren in Monaco weniger reizvoll machen, und erinnerte daran, dass die Spitzenfahrer dort offenbar ihren Spaß haben. Für Alpine sei das Gefühl jedoch ein anderes: „Wir haben im Moment ziemlich zu kämpfen, und das Auto reagiert im Moment nicht wirklich, wirklich gut auf die Strecke.“

Franco Colapinto (Alpine)
Kluft zu den jüngsten Leistungen
Gaslys Äußerungen verdeutlichen eine spürbare Diskrepanz zwischen den in Kanada gezeigten Leistungen und der Realität in Monaco. „Es ist nicht die Welt, die fehlt, aber man sieht, dass die Audis sehr stark sind, und wir sind vielleicht nicht mehr so gut aufgestellt wie an den letzten Wochenenden“, konstatiert der Fahrer. Dieser Vergleich mit dem Audi-Team, das seine beiden Autos in die Top 10 des zweiten Trainings brachte, unterstreicht die Herausforderung für Alpine. Der schmale Asphalt und die Leitplanken Monacos verzeihen keine Fehler, und jede noch so kleine Abstimmungsschwierigkeit rächt sich sofort in den Rundenzeiten.
Colapinto: Gemischte Gefühle, aber Verbesserungspotenzial
Franco Colapinto, der auf dem 15. Platz landete, teilte das allgemeine Gefühl, trotz einer Berührung mit der Leitplanke in Sainte-Dévote, die die Schwierigkeit der Aufgabe unterstrich. „Mein Gefühl war in Ordnung, aber ich denke, es gibt noch viel zu verbessern und daran zu arbeiten“, erklärte der Argentinier. Er erwähnte insbesondere Schwierigkeiten mit den Bremsen an bestimmten Stellen. Dennoch geht Colapinto die Situation konstruktiv an, typisch für die erwarteten Fortschritte zwischen Freitag und Samstag. „Es gibt Punkte, die wir für morgen klären müssen, aber ich denke, das sind im Allgemeinen die Fortschritte, die wir zwischen Freitag und Samstag machen; wir müssen uns also bemühen, das Auto besser zu verstehen, einige Dinge zu vertiefen und zu versuchen, morgen stärker zurückzukommen.“
Monaco: Der Prüfstein der Formel 1
Der Große Preis von Monaco gilt oft als Prüfstein für die Formel-1-Teams. Seine einzigartige Strecke, die chirurgische Präzision und absolutes Vertrauen der Fahrer erfordert, deckt schnell die Stärken und Schwächen eines Autos auf. Für Alpine bestätigt dieser erste Tag, dass der Weg zu konstanter Leistung noch lang ist. Auch wenn die jüngsten Fortschritte real sind, bleibt ihre Anwendung auf allen Streckentypen, insbesondere auf der des Fürstentums, eine große Herausforderung. Die kommenden Trainings werden entscheidend sein, um zu sehen, ob das Team den Trend umkehren und im Kampf um Punkte mitmischen kann.
Was man von diesem Tag in Monaco mitnehmen sollte:
- Die bei Alpine zuletzt gezeigte Aufwärtstendenz kann auf dem Stadtkurs von Monaco bisher kaum bestätigt werden.
- Pierre Gasly äußert sich enttäuscht über das Tempo des Autos, das als weniger leistungsfähig als erhofft eingeschätzt wird.
- Franco Colapinto teilt diese Einschätzung, identifiziert aber Verbesserungspotenziale, insbesondere bei den Bremsen.
- Die Konkurrenz, wie beispielsweise Audi, scheint sich besser an die Besonderheiten des monegassischen Layouts anzupassen.
- Die Herausforderung für Alpine besteht nun darin, die Probleme zu verstehen und zu lösen, um eine konstantere Leistung zu erzielen.
[Leclerc]
[Hamilton]



